Deine ACT- Veränderungsanleitung für unveränderbare (?) Situationen

ACT_neu (1)

Du lehnst Dich auf gegen eine unveränderbare Situation? Kannst Dich damit nicht abfinden? Meine Tochter, die sonst alle Gleichaltrigen mit Essstörungen, Depression, Suizidgedanken in ihren dunklen Stunden coacht, brauchte gestern abend meine Strategie: akzeptiere, wähle und handle. Im Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ eine kaum noch steigerbare Höchstleistung gebracht. Trotzdem um einen Punkt an der Weiterleitung zum Bundeswettbewerb vorbei. In der ersten Runde mit deutlich schlechterer Leistung Höchstpunktzahl erreicht. Der Lehrer hat die Jury angeschrieben, weil dieses Urteil ungerecht erscheint. Aber die Jury wird ihre Meinung trotz Ungerechtigkeit nicht mehr ändern. Es ist vorbei. Definitiv nicht änderbar. Statt sicher geglaubtem Freudensprung kommt Ärger, Empörung, Wut, Enttäuschung auf… Und nun? Das fühlt sich nicht gut an. Stresst. Zieht runter.dog-1639528_1920

Du hast anscheinend keine Option, Deine Situation zu ändern?
Es gibt Situationen, da bist Du so unter stressenden Emotionen, dass Du das Gefühl hast, Du kannst nichts ändern. Aber in einem Coaching plötzlich vielleicht doch Veränderungsoptionen findest.
Es gibt aber auch viele tatsächlich unveränderbare Lebenslagen. Da gibt es- oder nützt einem auch kein Recht….

  • Bei solchen Juryurteilen, die nicht objektiv sein können, z.B. auch im Eiskunstlauf, Reit- oder Tanzsport…
  • Oder wenn Deine Firma Pleite ist und Du entlassen wirst.
  • Wenn jemand Dir Geld schuldet, das Recht auf Deiner Seite ist, aber er einfach sein Vermögen „verschwinden“ lässt oder selbst verschwindet, um die Schulden nicht zurückzahlen zu müssen.
  • Wenn die Ärzte Dir keine Option auf Genesung oder Überleben geben können.
  • Wenn Dein Partner sich für eine andere Partnerin entschieden hat.
  • Wenn Du vergeblich versuchst, jemand zu helfen, sein Leben zu retten…

Es gibt keine Veränderungsoption im Aussen? Dann hilft nur Veränderung im Innen. Das ist die Wahl die man hat. Statt verzweifeln, ärgern, auflehnen, akzeptieren und abhaken. So bitter es schmeckt. So schwer es fällt. Überlegen, was man nun tun kann, gedanklich und als Reaktion. Sich für eine Handlung entscheiden und diese ausführen.spiral-1037508_1280

Bei meiner Tochter war es, sich ein neues Ziel setzen. Sie hat nun Zeit, ihre schulischen Leistungen so zu optimieren, dass sie sich für ein Auslandsstipendium in den USA bewerben kann.  Bisher hat sie vor lauter Wettbewerbsterminen zu wenig Zeit für die Schule gehabt. Nun hat sie mehr Zeit.
Ausserdem hat sie nun mehr Zeit, sich auf Ihr nächstes Vorspiel in 2 Monaten zur Verlängerung ihres Geigenstipendiums vorzubereiten…Und weitere neue Optionen…
Ein sehr hilfreicher Gedanke in solchen Situationen ist auch:

Wer weiss, wofür es gut ist???
Da gibt es ja auch so eine schöne Parabel von einem chinesischen Bauern und seinem Sohn, denen ziemlich viel passiert, Gutes, wie Schlechtes…
Meine Tochter hat gestern gleich mehrere Optionen gefunden. Das hat mich sehr gefreut. Sie hat es öfter wirklich nicht leicht gehabt, aber sie gibt nicht auf, sie vertraut. In sich, das Leben und die Chancen, die das Leben ihr noch bietet.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung für solche Situationen: Die ACT-Regel
Diese Regel, die aus der Akzeptanz- und Commitmenttherapie stammt, soll helfen, Dinge hinzunehmen, die nicht zu ändern sind. Wie Du sie anwendest, möchte ich Dir mit dem Beispiel von Thomas Hohensee veranschaulichen.
Nehmen wir einmal an, in Deiner Firma sind aufgrund von Einsparungen mehrere Kollegen entlassen worden. Deren Arbeit musst Du nun nach und nach zusätzlich zu Deinen eigenen Aufgaben übernehmen. Doch das überfordert und belastet Dich. Was jetzt?
1. ACCEPT (akzeptieren)
Lerne, Dinge zu akzeptieren, die nicht zu ändern sind
Schreibe auf einen Zettel, worüber es sich nicht lohnt, zu jammern. Aber nur Dinge, die sich wirklich nicht ändern lassen. In unserem Beispiel wäre das: Es werden keine weiteren Mitarbeiter eingestellt, die Dich entlasten könnten.
2. CHOOSE (wählen)

street-market-1283306_640
Prüfe Deine Handlungsmöglichkeiten – und entscheide Dich für die Beste
Auch hier hilft, es, wenn man seine Gedanken auf einen Zettel notiert: Welche Möglichkeiten hast Du, mit dieser Situation umzugehen? In unserem Beispiel wären das erstens: Du versuchst, das vom Chef aufgebürdete Arbeitspensum einzuhalten, obwohl Du Dich schon längst überlastet fühlst. Zweitens: Du versuchst nach Kräften, aber in einem gesunden Tempo, das Machbare abzuarbeiten – und lernen, die Konflikte auszuhalten, die daraus entstehen. So, was hört sich besser an? Genau, Antwort zwei. Ist der Fall nicht so klar, helfen Dir bei der Beurteilung folgende Fragen:
Wie möchtest Du Dich fühlen?
Helfen Dir Deine Gedanken, Dich so zu fühlen, wie Du möchtest?
3. TAKE ACTION (handeln)

banner-1076311_1920
Lerne, aktiv auf die gegebenen Situationen zu reagieren.
Wenn Du anfängst zu handeln, statt zu jammern, fühlst Du Dich weniger ausgeliefert. Folge: Du gewinnst die Kontrolle zurück. Auf unser Beispiel übertragen heißt das:
Spreche mit Deinem Chef darüber, wann Deine Grenzen erreicht sind, damit er Deine Position erkennt. Spätestens dann, wenn er nicht darauf eingeht, solltest Du anfangen, Dich nach einer anderen Stelle umzusehen.
Wenn Du mehr dazu lesen möchtest, empfehle ich Dir das Gelassenheitstraining von Thomas Hohensee Klicke hier

volkswagen-569315_1920
Steh auf, geh weiter, vertraue…. auf das Universum, Gott, das gerechte Schicksal….
Egal, wie Deine Situation Dich bedrückt. Wie unüberwindbar, wie unveränderbar sie Dir erscheint. Bitte lass den Kopf nicht hängen. Gib nicht auf. Steh wieder auf und geh weiter. Werde vom vermeintlichen Opfer zum „Täter“ und handele. Ich sehe so Viele, die steckenbleiben in Trauer, Wut, Zorn, Unversöhnlichkeit. Das Schlimme ist, damit schadest Du nicht den eventuell „Mit-Schuldigen“ an Deinem Schicksal, sondern Du minderst erheblich Deine eigene Lebensqualität, frisst das vielleicht in Dich rein und irgendwann entwickelst Du körperliche Symptome.
Vielleicht ist es Dir ein Trost, dass das Universum gerecht ist. Zumindest mir helfen diese Gedanken, irgendwann gleicht sich alles aus. Das habe ich schon öfter in meinem Leben erlebt.
Schließe die Tür. Und Du wirst sehen, neue Türen öffnen sich.
Wenn Du üben möchtest, einen neuen Umgang mit Deiner Situation zu finden, neue Perspektiven zu entwickeln, Dein Lebensgefühl zu verbessern, Gefühle zu wandeln, loszulassen, zu vergeben, Deine innere Mitte zu finden, dann steht mein Angebot eines kostenlosen 20minütigen telefonischen Kennenlerngesprächs bzw. startet in knapp 3 Wochen meine Auszeit am Bodensee.
Namaste.
Deine Judith Becherle

Fotos: pixabay

2 Gedanken zu „Deine ACT- Veränderungsanleitung für unveränderbare (?) Situationen

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *