Mehr Zufriedenheit? Tue Gutes, lass los, übe Dankbarkeit und Vergebung… und es geht Dir besser

Kein Leben ist jeden Tag ein Fest. Aber es gibt Dinge wie Vergebung, Loslassen, Dankbarkeit, Hilfsbereitschaft…, die uns helfen, es lebens- und liebenswerter für mehr Zufriedenheit zu gestalten. Egal, wie veränderbar oder festgefahren Deine Situation erscheint.
Ostern beinhaltet sehr viele Gefühlsnuancen. Beginnend mit der Frage: Welches Leid ist DIR begegnet? Wie haben Dich das Leben, Deine Erfahrungen geprägt? Welche Spuren hat es in Deinem Innen und Aussen hinterlassen? Wahrscheinlich nicht nur ein paar graue Haare. Vielleicht richtige Narben. Oder sind manche Wunden bei Dir bis heute nicht verheilt? Das sind Zellerfahrungen, die bei Dir abgespeichert sind. Diese ziehen Dir ständig unterbewusst wertvolle Energie ab, lassen Dich wichtige physische Ressourcen verbrauchen. Diese ständig abwehrende Energie wirkt sich auch auf Deine Lebenssituation aus. Durch Überzeugungen, entsprechende Gefühle und Reaktionsmuster. Das Leben verläuft leider bei niemand geradlinig. Du hast die Wahl. Mit den Erlebnissen und Prüfungen zu hadern, Dich dagegen aufzulehnen. Oder sie anzunehmen. Weil Du irgendeine Lektion daraus lernen sollst. Und diese Krise als Chance nutzen kannst, daran zu wachsen. Und wenn Du lernst, die Dinge anzunehmen, wie sie sind und trotzdem dem Leben noch etwas Schönes, Liebenswertes abgewinnen kannst.  Immer wieder etwas suchen und finden, wofür es sich durchzuhalten lohnt. Dass Du die letzte Kraft aufwendest, Deine Angst, Deinen Stolz oder sonstige Blockaden überwindest und weitermachst. Deinen Weg gehst. Schritt für Schritt. Egal, was darauf für Steine liegen.
nature-2086737_1920Das JETZT annimmst und Dir gestaltest.
Den Druck für Deine Zukunft möglichst rausnimmst.
Und das Gestern mit Frieden betrachten kannst.
Eine Hohe Kunst, wenn die aktuelle Situation überhaupt nicht unseren Bedürfnissen und Wünschen entspricht… Wenn sich Dein Leben oder das eines Angehörigen gerade nicht besonders lebenswert anfühlt. Lies dazu auch meinen letzten Blogartikel klicke hier

Ein elementares Rezept: Dankbarkeit.
Wofür kannst Du dankbar sein? Zuerst doch sicher, dass es Dich überhaupt gibt? Über die vielen positiven Dinge, die Du in Deinem Leben erleben durftest?
Suche Dir eine schöne Situation und versuche sie gedanklich in allen Details noch einmal nachzuerleben. Intensiviere dabei die vorhanden positiven Wahrnehmungen. Du fühlst Dich hinterher sofort besser.
Und was darfst Du gerade erleben? Dass Du ein Dach über dem Kopf hast, ein Vogel draussen zwitschert, die Sonne scheint, dass Du überhaupt atmen und leben darfst… In extremen belastenden Situationen werden die Ansprüche deutlich kleiner, die Dankbarkeit für Kleinigkeiten deutlich größer. Da zählen andere Werte.
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Verzeihen ist DEINE Befreiung.
Wenn Deine Situation durch jemand Anderen (mit)verschuldet ist, dann ist das Allerschwierigste, ihm zu verzeihen. Ich kenne sehr gut diese Schwierigkeit. Kennst Du die Motive des Anderen? Warum er sich so verhalten hat/verhält? Ob er es vielleicht ohne volle Zurechnungsfähigkeit getan hat, z.B. psychisch krank ist oder es aus voller Berechnung (an)getan hat? Das macht einen Unterschied. Für mich ist der erstere Fall überhaupt kein Problem. Der Zweite hat mich schon deutlich mehr Kraft gekostet… Dann nicht in Wut, Hass, Aggression zu verfallen bzw. steckenzubleiben… Sich seinen inneren Frieden nicht rauben zu lassen. Das kostet Kraft.

Lass los
Wenn Du loslässt, hast Du Deine Hände wieder frei. Wenn Du Altes abschließt, wird Platz für Neues. Du erteilst DIR die Absolution. Du solltest ausdrücklich Dem Anderen UND Dir selbst vergeben. Wenn Dich diese Vergebungsarbeit näher interessiert, lies einmal zum Hawaianischen Ho Oponopono Ritual. Gehört in meiner Arbeit mit meinen Klienten grundsätzlich dazu. Weil es immens wichtig für den inneren Frieden ist und soviele Blockaden auflösen kann. Vertraue auf die Gerechtigkeit des Universums.
Das Universum wird Ungerechtigkeit auf seine Art ausgleichen. Jeder muss mit dem Ergebnis leben, was er getan und auch dafür, was er NICHT getan und sozusagen unterlassen hat.
Deshalb schau auf Dich, bleibe bei Dir.  Versuche, nicht aus Verbitterung die ganze Welt zu bekriegen, sondern einfach einen Gegenpol zu solchem negativen Verhalten zu setzen. Was nicht heisst, Dir alles gefallen zu lassen! Du musst nicht die Wange zum nächsten Schlag hinhalten. Ändere einfach Dein Reaktionsmuster…
Frieden auf der Welt entwickelt sich aus innerem Frieden.
Überlege einmal, was tust Du für das Gemeinwohl, nicht nur Dein eigenes Ego?
Für den Frieden? Wie zeigst Du Dein Mitgefühl und Deine Menschlichkeit ? Zuerst in Deinem engsten Umfeld? Welche Werte verkündest Du und welche Werte lebst Du? Wie verhältst Du Dich? Wie urteilst Du? Was kannst Du dazu beitragen, die Welt ein bisschen besser zu machen?
Gib und Dir wird gegeben. Manchmal kann man mit Kleinigkeiten schon sehr viel bewirken. Weihnachten habe ich eine Spendenaktion für das Kinderhospiz gestartet. Ausser mir hat niemand gespendet. Verstehe ich bis heute nicht… Grundsätzlich spende ich immer wieder für einige ausgewählte Organisationen. Oder kaufe einem Bettler Essen. Es ist mir ein Bedürfnis Gutes zu tun, weil ich viel Gutes erleben durfte, aber mich auch schon vergessen und verlassen z.B. im Krankenhaus gefühlt habe. Ich weiss, wie dankbar man in diversen Lebenslagen für jede Art von Zuwendung und Unterstützung ist…
Dieser Tage habe ich einem Mann an der Kasse vor mir den restlichen Einkaufsbetrag bezahlt. Er sah nicht besonders reich aus und es war ihm sehr peinlich, dass ihm das Geld ausging. Ich war überrascht, als ich den Laden verliess und er auf mich wartete. Mit dem 3fachen Geldbetrag, den ich ausgelegt hatte. Den er im Auto gefunden hatte. Er bestand darauf, dass ich das nehme. Es war für uns beide eine Freude :-). Es tut einfach gut, Gutes zu tun.
Ich bin sehr berührt von der Lebensgeschichte einer jungen syrischen Flüchtlingsfrau, die ich dieser Tage in der Klinik in der Lebensberatung hatte. In einem bedauernswerten psychischen und körperlichen Zustand aufgrund der gemachten (Verlust-) Erfahrungen und ihrer aktuellen Lebenssituation. Einerseits von ihr persönlich, andererseits der Familie im Kriegsgebiet. Da wurde ich innerlich klein. Worüber jammern wir manchmal? Was ist das gegen solches seelische Leid? Und das ist nur ein Schicksal unter vielen Schicksalen.
Manchmal können wir nicht viel ausrichten, als einfach dazusein. Positive Gedanken zu senden. Für Mitmenschen und uns die Mettameditation zu machen, zu beten, zuzuhören… Wenn jeder von uns an seinem Platz etwas mehr Menschlichkeit und Mitgefühl zeigen würde, würden wir alle miteinander die Welt für uns und unsere Kinder ein bisschen friedlicher und schöner machen…
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Wenn Du derzeit Deinen persönlichen Karfreitag erlebst, wünsche ich Dir, dass Du alles Negative, was Dir begegnet, soweit möglich annehmen und als Herausforderung bzw. Chance nutzen kannst. Und dass Du in Deinem Umfeld viel Menschlichkeit, Herzenswärme und Nähe erleben darfst. Und wenn Du auf solch ein Umfeld nicht zurückgreifen kannst, dass Du spürst, Du bist nicht allein. Du selbst bist für Dich da und Gott, das Universum oder an wen Du glaubst, sieht Dich und trägt Dich durch Dein Tal. Das Leben hat Höhen und Tiefen. Niemand weiss, wieviel Zeit er noch (vor sich) hat. Deshalb überlege Dir gut, womit Du Deine Dir täglich geschenkte Zeit ausfüllst.

Wenn Du wüsstest, Deine Zeit ist nur noch begrenzt…,

würdest Du sie dann für das Gleiche (ver-)tun, wie es vielleicht gerade der Fall ist?
Oder was wären Deine Prioritäten?
Worauf würdest Du Wert legen?
Wer würde dann zu Deinem Umfeld zählen? Mit wem würdest Du Dich umgeben?
Was zählt wirklich an Werten???
Ich wette, das ist dann nicht unbedingt Geld, Ansehen/Status und Macht…

20170128_183005Ich wünsche Dir, dass Du ein buntes freudiges Ostern erleben darfst bzw. Dir gestaltest. Das ganze Jahr über. Nicht nur jetzt. Sei es Dir Wert. Lass Liebe, Licht, Leben und v.a. Farben Dein Leben gestalten. Ich wünsche Dir, dass Du davon ganz viel versteckt im Alltag finden und entdecken kannst.
Abschließend noch ein Tip:
Stelle Dich, wie Vera F. Birkenbihl empfiehlt, täglich 60 Sekunden vor den Spiegel und lächle. Dein Gehirn glaubt aufgrund der benötigten Gesichtsmuskeln, dass es Dir tatsächlich nach lächeln ist und schüttet die passenden Stimmungshormone aus. Und wenn Du nur über die Grimasse zu lachen beginnen musst, ist auch schon was gewonnen.
Ich freue mich sehr, in ein paar Tagen wertvolle Zeit mit Menschen zu verbringen, die es sich Wert sind, in eine Auszeit zu gehen. Diese Zeit wird auch für mich sehr wertvoll sein. Eine Auszeit ist immer die Chance für einen Schnitt, eine Bestandsaufnahme und einen Neubeginn.

Namaste und wunderschöne gesegnete Ostern für Dich

Deine Judith Becherle

Fotos: Pixabay

2 Gedanken zu „Mehr Zufriedenheit? Tue Gutes, lass los, übe Dankbarkeit und Vergebung… und es geht Dir besser

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