Alle Beiträge von Judith Becherle

Deine Reflexion für 2018 und Ausblick 2019

Liebe treue Leserin und lieber treuer Leser meines Blogs,

ich danke Dir, dass Du mir die Treue gehalten hast trotz diesem turbulenten Jahr, in dem ich aus technischen Problemen eine Zeitlang den Blog ganz schliessen musste. Und es still um mich wurde, weil mein Leben offline alles Andere, als still war. Es hat sich viel verändert. Vieles davon hat mich überrascht und hatte für mich einen hohen Lerneffekt. Gerade auch die negativen Dinge, die mich immer wieder ausgebremst haben ;-).  Ich und Andere haben Fehler gemacht. Und trotzdem beende ich dieses Jahr mit einem wirklich guten Gefühl, bin dankbar für die schönen positiven Erlebnisse, die ich haben durfte und gehe ins 2019 voller Optimismus und Freude.

Wenn Du Deine persönliche Bilanz für 2018 ziehst,  wünsche ich Dir von Herzen, dass Du Dinge, die Dich verletzt, traurig, besorgt gemacht, enttäuscht, blockiert…. haben, abschließen und innerlich Frieden finden kannst. Wenn Du Altes Negatives in der Vergangenheit loslässt, hast Du die Hände für Neues Positives in der Zukunft frei.  Was geschehen ist, ist geschehen und nicht mehr änderbar. Schuldgefühle für getroffene Entscheidungen mitzuschleppen, macht nichts besser…nicht für Dich und nicht für Andere. Du hast zu jedem Zeitpunkt so gehandelt, wie Du es gerade nicht besser wusstest und konntest. Was Du an Belastungen und Sorgen ablegen kannst, dass lasse im alten Jahr. Mache es wie ich, zähle 2018 die positiven Dinge und Ereignisse und schaue dafür dankbar zurück. Mache Dir bewusst, wie Du alle Herausforderungen gemeistert und wie diese Dich vielleicht sogar gestärkt haben. Du weisst nun noch mehr um Deine Fähigkeiten, die Du auch zukünftig nutzen kannst. Gönne Dir einfach mal ein Lob und nimm Dich liebevoll in den Arm. Und dann mache  diese Tür nach hinten zu. Akzeptiere die aktuelle Situation. Das soll nicht bedeuten, dass Du sie gutheißt. Aber annehmen: voller Vertrauen in Dich selbst, das Leben, die Zukunft, das Gute, das auf Dich wartet. Dadurch  gewinnst Du viel wertvolle Handlungsfähigkeit und Motivation, den nächsten Schritt zu tun auf Deinem Lebensweg. Hin zu Deinen Zielen, in welchem Lebensbereich auch immer. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du voller Hoffnung, Vertrauen und Zuversicht auf 2019 nach vorn schauen kannst. Und das neue Jahr viel Positives…wie Glück, Gesundheit, Freude für Dich bereithält.

Wenn Du Deine psychischen Widerstandskräfte stabilisieren, Dein Selbstmanagement verbesseren, Deine Gesundheit stärken oder einfach Entspannung und wunderschöne Natur geniessen möchtest, dann schaue doch gern immer wieder auf meiner Website www.judith-becherle.de unter der Rubrik Termine vorbei.

Da bei mir 2019 sehr viele neue berufliche Projekte starten, ich aber auch vermehrt auf meine Lieben und meinen persönlichen Ausgleich zu achten begonnen habe, werde ich erstmal keine weiteren Blogartikel mehr veröffentlichen.  Ich habe mich nach reiflicher Überlegung zu diesem Schritt entschlossen, um mich besser fokussieren zu können und Dich nicht länger auf meine Artikel warten zu lassen. So haben Du und ich auch auf diesem Blog einen Abschied. Vielleicht ist das ja nun eine Motivation, dass Du einmal einen meiner Vorträge oder eins meiner Seminare besuchst. Ich würde mich freuen. Oder Du folgst mir auf Facebook, wo ich immer wieder Gedankenimpulse poste.

Dir und Deiner Familie wunderschöne entspannte Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das neue Jahr. Danke dass Du mich hier über die Jahre begleitet hast.

Deine Judith Becherle

Fotos: privat und pixabay

Wem vertraust Du? Gesundheit stärken alternativ, per App oder PC

 Menschen, erfolgreich und gleichzeitig gestresst im Berufs- und/oder Privatleben,
glücklich verheiratet oder getrennt,
mit Panikattacken, Ängsten, überstandenem Herzinfarkt,
mit häufigen Migräneanfällen,
mit Depressionen, nicht gut, hübsch, glücklich… genug zu sein,
mit längeren Erkrankungen,
extrem erschöpft und in sonstigen Lebenskrisen….
das sehe ich tagtäglich in der Klinik und in meiner Praxis.
Die Zahl der stressbedingten Erkrankungen ist so hoch wie noch nie .. . Wir haben aber auch so viele neue Möglichkeiten und Erkenntnisse, die wir nutzen können, wie noch nie.
Die häufigsten Reaktionen der Meisten „Stresserkrankten“ sind nach wie vor

  • Zuerst die lange Ignoranz stressbedingter Symptome,
  • um jeden Preis weitermachen, sich immer noch mehr quälen, um die Leistung aufrechtzuerhalten,
  • alle verfügbaren Medikamente oder auch Suchtmittel zur Symptombekämpfung einzuwerfen,
  • Eigentherapie mittels Onlinekongressen und –Empfehlungen zu betreiben,
  • Leistung gegen Leistung setzen und z.B. exzessiv anfangen, Sport zu treiben,
  • in letzter Verzweiflung die Schulmedizin/den Hausarzt oder sogar die Notaufnahme aufsuchen, um mit starker Medizin wieder leistungsfähig zu werden.

Ist das alles? Nein. Es reicht langfristig meist nicht.
Ich rate nicht,  der Schulmedizin abtrünnig zu werden, diese ist häufig überlebenswichtig.
Ergänzend wird es aber in der heutigen Zeit immer wichtiger, Selbstverantwortung  zu übernehmen und ganzheitlich über den bisherigen Tellerrand zu schauen,  Alternativen miteinzubeziehen, stressverstärkende Denk- und Verhaltensmuster zu modifizieren, die Ernährungs- und Lebensweise zu überdenken
Ich habe keine Sorge, dass sich durch Zunahme von Onlineangeboten oder meinen Vorträgen der Bedarf an persönlichem Kontakt von Klienten mit mir reduziert.  Die Medizin behandelt ein lokales Problem. Ich den ganzen Menschen. Auflösung von stressauslösenden Glaubenssätzen/Erfahrungen,  Suchen und Finden neuer Sichtweisen und Perspektiven, prüfen körperlicher Schwachpunkte,  aktivieren, ergänzen und verankern von Ressourcen etc. ist nach wie vor m.E. online nicht in der gleichen Effektivität und Nachhaltigkeit wie offline im persönlichen Kontakt möglich.
hand-2458538_1920

Meine Geschichte
Auf meinen Vorträgen über Mentale Stärkung von Gesundheit zeige ich neuerdings Fotos von mir vor
einigen Jahren. Darauf sieht meine Haut nach einem Cortisonentzug ziemlich abstoßend aus und die Zuhörer können fast nicht glauben, dass ich tatsächlich mal so ausgesehen haben soll. Und doch ist es so. Ich nehme heute keine Immunsuppressiva und bin dialysepflichtig und schwerbehindert, wie mir damals wegen angeblicher Psoriasis prognostiziert wurde. Diese ärztliche Fehl-Diagnose und -Prognose nach monatelangem vergeblichem Cortisongebrauch veranlasste mich dazu, mir abseits der Schulmedizin Wege zur Heilung zu suchen. Eine Alternativklinik hat mir geholfen, cortison- und symptomfrei zu leben. In meiner Familie kenne ich weitere Fälle, die ärztliche Prognosen widerlegten und auch nicht… Aktuell „arbeite“ ich daran, trotz frischem Bänderriss bald eine geplante Reise anzutreten. Dabei helfen mir nicht nur meine innere Einstellung, nicht aufzugeben und in meine Selbstheilungskräfte zu vertrauen, sondern auch Kenntnisse im pharmazeutischen und alternativen Bereich zur Unterstützung der Heilung  von innen und aussen.
drop-of-water-2092495_1920

Heilpraktiker versus Schulmedizin
Ich coache, berate, therapiere. Ich heile nicht. Ich begleite die Selbstheilung. Manchmal auch parallel zu schulmedizinischen/ psychotherapeutischen Behandlungen.
Ich kann Manche sehr gut unterstützen, Manche gut und Manche gar nicht. In Abhängigkeit von der Mitarbeit, dem Vertrauen in sich-, mich und die verwendeten Methoden, dem richtigen Zeitpunkt für Veränderung, unseren gesetzten Zielen. Und in Abhängigkeit von etwas, was nicht greifbar und Unberechenbar ist. Einer höheren Macht, auf die wir keinen Einfluss haben, das Schicksal, Gott, Universum, was auch immer… Bei Jedem verläuft der Weg Anders, Individuell.
Grundsätzlich ist meistens ein besserer Umgang mit der Lebenssituation und Verbesserung der Lebensqualität erreichbar. Ausser, es gibt körperliche Unheilbarkeit und/oder momentan „keine bessere Lösung“, als krank zu  werden/bleiben…
Ich erlebe leider ab und zu Fälle, denen wiederum anscheinend gar nicht die Chance gegeben werden soll, gesund zu werden, außer sie gehen einzig den „üblichen“ kassen- und pharmazieanerkannten Weg? Wieso darf man nicht über seinen Körper (mit)entscheiden? Ich kenne Krebs- und andere Kranke,  die Chemo, Morphium oder ähnliches ablehnten und deswegen unschöne Dinge erleiden mussten und müssen, auf die ich hier fairerweise nicht eingehe. Die es aber auch oder gerade deshalb schaffen, sich eine Lebensqualität und –dauer zu „ertrotzen“, die eigentlich undenkbar schien. Egal, ob schulmedizinisch oder alternativ: man will/wollte ihnen das Leben retten. Und man kann nicht allen (optimal) helfen.
Vor Kurzem ist wegen einem (!) Heilpraktiker eine Schlammschlacht in den Medien gegen diesen Berufsstand erfolgt. Er wollte vergeblich mit neuer Methode von der Schulmedizin aufgegebenen Patienten helfen. Über die Zahl an anerkannten (!) ärztlichen Behandlungsfehlern wird in den Medien geschwiegen. Über jahrelange nicht erfolgreiche  Psychotherapien wird auch geschwiegen. Wird das mehr toleriert, da nicht privat -, sondern Kassenbezahlt…?
Menschen machen leider Fehler, es gibt viele schwarze Schafe in jeder Branche. Aber jede Branche der helfenden Berufe handelt es aus dem Helfenwollen heraus. Das sollte man für JEDEN geltenlassen.  Und jeder Mensch sollte SEINEN Weg zu besserer Lebensqualität und mehr Gesundheitsempfinden suchen und finden dürfen. Ich habe in allen Branchen (egal, ob schulmedizinsch, aber auch häufig alternativ) positive und negative Erfahrungen gemacht und lasse mich deshalb gern komplementär behandeln.
nymphaea-alba-1700487_1920
Einige moderne und häufig kostengünstige Geheimtips
Wem, neben Dir selbst, schenkst Du Dein Vertrauen für Deine Gesundheit?
Soviele gute Angebote die Onlinewelt mittlerweile bietet, darf man sie nicht grundsätzlich als kompletten Ersatz für offline aufzusuchende medizinische und/oder therapeutische Fachleute betrachten. Schwere psychische und/oder körperliche Erkrankungen gehören in entsprechende Fachhände….  Im Zweifelsfall sollte immer zuerst eine organische Abklärung erfolgen und eine Fachperson befragt werden und nicht der PC. Auch nicht der Redner im privat organisierten Onlinekongreß oder der Onlinesprechstunde. Hier werden allgemeingültige Empfehlungen ausgesprochen.
Obwohl es mittlerweile tatsächlich qualitativ erstaunlich gute Online-Kongresse gibt, wie neulich von Nadja Polzin zum Thema Allergie.
Sehr widersprüchliche Meinungen zur Seriösität gibt es auch über Webseiten zu Gesundheitsthemen. Jeder sollte sich seine eigene Meinung darüber bilden. Ich persönlich habe „meine“ Seiten und Firmen gefunden.
Im Sport, im Handel, Musikbusiness etc. sind sie schon selbstverständlich im Einsatz. Viele wissen nicht, dass es mittlerweile auch immer mehr , teilweise hoch gelobte, Gesundheitsapps gibt.
heart-665177_1920Beispielsweise Apps für Diabetiker, Kopfschmerzen und Migräne, Tinnitus…. oder von der Stiftung Männergesundheit die wissenschaftlich fundierte Gesundheitsapp für den Mann.
Viele Krankenkassen zahlen mittlerweile verhaltenstherapeutische Onlinetherapien bei leicht ausgeprägten Beschwerdebildern bei wie selfapy . Zertifizierte Stressmanagementtrainings werden von allen KrankenKassen auch großzügig bezuschusst.
Meditations- oder Achtsamkeitsapps (klicke hier in meinen letzten Blogartikel ) sind beliebt.
Die Fülle an Online-Gesundheits-/Heilungsangeboten und Kongressen wird immer  größer.
Wenn Klienten mit Angststörungen/Panikattacken meine simplen aber effektiven Selbsthilfetechniken nicht reichen, empfehle ich auch mal Biofeedbackgeräte.
Ich wünsche Dir bei der für Dich passenden Auswahl ein gutes „Händchen“. Lass Dich dabei lieber ein bisschen mehr, als zu wenig beraten. Und frage vielleicht auch Deinen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker ;-).
Ich danke Dir für Deine Lesetreue und verabschiede mich mit den besten Wünschen für Deine Gesundheit
Deine Judith Becherle

P.S. Dies ist vorerst mein letzter Blogartikel, nur noch lesbar bis 25.5.18. Wenn Du Dich für meine wöchentlichen Impulse interessierst, abonniere mich gern auf http://www.facebook.com/jube2015.  Wenn Du schon meinen Newsletter beziehst, kannst Du gern zustimmen, ihn weiter 1-2x/Jahr zu erhalten.

Wegen neuen Datenschutzvorschriften werde ich ab 25.5.18 meine Website bis Mitte Juni zur Überarbeitung vorübergehend vom Netz nehmen.

Fotos: pixabay

Gelassen, grübelfrei und glücklich durch Achtsamkeit – Meditation

Wer kennt das nicht? Viele Menschen neigen dazu, über emotionale Probleme zu grübeln und sich zu viele Sorgen bezüglich der Vergangenheit oder Zukunft zu machen. Unangenehme Gedanken und Gefühle zu vermeiden. Negative Gedanken und Gefühle stören uns, stressen uns… Mindestens genauso wie das Aussen. Sie machen uns  gereizt, krankheitsanfällig… Und dann soll man diese auch noch bewusst zulassen und anschauen? Ja. Denn:
Wir sind nicht unsere Gedanken und Gefühle, auch wenn sie uns manchmal wie eine Horde wilder Affen heimsuchen.
Wir haben die Wahl, OB und WIE wir uns mit unseren Gedanken und Gefühlen beschäftigen.
Glück muss nicht hergestellt und erarbeitet werden. Wir finden es unter den turbulenten Wellen des Lebens, tief in unserem Inneren, in unserer Mitte.
Es ist unsere wahre Natur, bevor es durch negative Erfahrungen/Konditionierungen im Leben verzerrt wird. Um uns in unserem Glück und Wohlbefinden nicht selbst zu blockieren oder gar psychische Störungen zu manifestieren,  sollten wir unsere (stressmachendenden) Gedanken nicht unterdrücken, sondern anders damit umgehen lernen. Die Achtsamkeitsmeditation ist dabei eine von mir empfohlene Technik. Ebenso gebe ich am Ende des Artikels wertvolle weiterführende Infos.

Originalbild unter: http://jap.fotograf.de/photo/57ee82a4-be00-444f-ba80-5cd30a5523fa

Achtsamkeit – für wen oder was?
Achtsamkeitsübungen sind mittlerweile in Form von MBSR, MBCT, ACT… fester Bestandteil in Psychosomatik und Psychotherapie. Egal, ob bei Depression, Ängsten, Schmerzen, PTBS, Somatoformen Störungen bis hin zur Burnoutprophylaxe. Jon Kabat-Zinn hat zusammen mit anderen Psychotherapeuten die „Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie“ MBCT begründet. Ein bewährtes achtwöchiges Programm auch speziell für Depressive aus Achtsamkeitsübungen, Yoga, Body Scan und verschiedenen Meditationsformen.
Achtsamkeit kann helfen, Vermeidungstendenzen und die Tendenz, zu grübeln, die häufig zu psychischen Schwierigkeiten führen, zu verändern. Achtsamkeit ist aber nicht nur bei Erkrankungen, sondern grundsätzlich bei stressigen Lebenssituationen zu empfehlen oder einfach, um mehr Zugang zu sich selbst und zur Ruhe zu finden.
Gern verwende ich in meiner Arbeit Achtsamkeit, Entspannung, Körperwahrnehmung, Aufstellungen und Hypnose zur Identifikation von dysfunktionalen Gedanken und Gefühlen und einem neuen Umgang damit. Das Bewusstsein für Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen sowie eigeninitiierte negative „Aufschaukelungsprozesse“ zu erhöhen, ist Ausgangspunkt, um eine Veränderung  hin zu mehr Wohlbefinden und Lebensfreude zu ermöglichen.

Originalbild unter: http://jap.fotograf.de/photo/57ee82ca-2478-40eb-b62f-3d120a620caf

Grübeln über die Diskrepanz zwischen Ist- und Soll-Befinden
Unsere Gedanken und Gefühle bzw. Wahrnehmungen werden schnell verfälscht durch die „Brille“ unserer gewohnten Denkmuster. Weisst Du, wie sich unsere Gedanken zusammensetzen? 3% unserer Gedanken sind positiv, 25% negativ, 72% irrelevant …. Wenn bei uns eine Depression diagnostiziert wurde, erhöht sich der Anteil der negativen Gedanken auf 75%…
Wie kann sich eine Endlosschleife destruktiver Gedanken durch Grübeln entwickeln? Negative Gedanken tarnen sich häufig als Fragen: „Was habe ich falsch gemacht? Was stimmt mit mir nicht?…“
Grübeln verlängert schlechte Stimmung. Grübeln ist ein Teil des Problems und nicht Teil der Lösung…
Wir sind in der Diskrepanz, wie wir uns fühlen und was wir meinen, wie wir uns viel glücklicher fühlen sollten. Wenn wir negativ auf unsere eigenen negativen Emotionen reagieren und sie wie Feinde bekämpfen, die wir besiegen wollen, bekommen wir erst recht Probleme. Wir haben das Gefühl mit unserem Denken, wir selbst seien das Problem und wollen die damit verbundenen Gefühle schleunigst loswerden. „Ich sollte mich glücklich(er) fühlen…“  Damit konzentrieren wir uns auf die Kluft zwischen dem, was wir gerade fühlen und dem, was wir fühlen wollen und entfernen uns noch weiter von unserem Wunschgefühl, statt uns zu nähern. Es geht uns noch schlechter, durch die Fokussierung auf diese Diskrepanz… Leider halten wir unsere Emotionen  auch noch für wahr …. Wenn wir uns dauernd damit beschäftigen, was wir nicht haben oder tun können, verschlechtert sich unsere Stimmung. Wir denken, wenn wir Dieses oder Jenes vermeiden oder Dinge besitzen oder erreicht haben, sind wir glücklicher? Willst Du mehr dazu erfahren, besuche meine Vorträge (Klicke hier).

Originalbild unter: http://jap.fotograf.de/photo/57ee84a0-73d8-437b-a2a2-17280a519b93

Was können wir stattdessen tun?
Wir sollten der schwierigen Situation, dem alten Schmerz, der Wut, der Trauer… erlauben, da zu sein. Es darf sein…Diese Gefühle gehören genauso zum Leben, wie die angenehmen Gefühle. Durch radikale Annahme dieser Emotionen verhindern wir, dass wir uns durch diese eingeschränkt und reduziert fühlen.
Wir können durch Akzeptanz das Leben in seiner Fülle erfahren, auch wenn wir gerade anscheinend in schlimmsten Umständen das Leben erleben.
Wir können deshalb in der Achtsamkeitsmeditation:

  • Loslassen und alles, was geschieht, zulassen
  • Unsere Gedanken in Inhalt und Intensität registrieren ohne Wertung,
  • Gedanken als vorüberziehende Vorstellungen ansehen, nicht als Wahrheit
  • im Hier und Jetzt, statt in Vergangenheit oder Zukunft sein
  • Geduld und Akzeptanz lernen
  • Aufhören, etwas erzwingen zu wollen, da das grübeln da anfängt, wo wir Dinge anders haben wollen, als sie jetzt gerade sind
  • Zur Ruhe kommen und unserer Gesundheit sehr viel Gutes tun…

Achtsamkeit hilft uns zum Glück, weil wir…
mit Wohlwollen und herzlicher Neugier in Kontakt mit unseren Gefühlen kommen…

  • Die wir mögen
  • Die wir nicht mögen
  • Von denen wir nicht wissen, dass wir sie haben
  • Dinge wahrnehmen, wie sie sind, ohne urteilen
  • Uns konzentrieren auf Erfahrung im Hier und Jetzt
  • die Art und Weise verändern, wie wir auf etwas achten
  • das Glück und weitere Ressourcen in uns freilegen können
  • Werte wie Dankbarkeit, Mitgefühl, Liebe in uns aufleben lassen können…

Wenn wir Glück als Ziel loslassen, ist der Weg bereitet, dass das Glück von selbst erscheinen kann.

679688_preview
Regelmäßige Achtsamkeitsmeditation hilft laut Studien, weil sie die Hirnareale aktiviert, die mit positiven Emotionen verbunden sind. Wir wissen mittlerweile, dass sich das Gehirn formen lässt und dass man gewisse Regionen im Gehirn durch Training und Verhalten verändern kann – sowohl ins Positive als auch ins Negative.

Wie wird Glück dauerhaft?
Vier Punkte sind in neurowissenschaftlichen Studien bestens erforscht – man muss sie beachten und befolgen, um dauerhaft glücklich zu sein (R. Davidson): 
 

  • dafür sorgen, dass positive Erfahrungen bestehen bleiben und dass das sich daraus ergebende Glücksgefühl lange anhält.
  • Je nach Widerstandsfähigkeit eines Menschen und der Fähigkeit, sich von Rückschlägen möglichst rasch zu erholen (Resilienz)
  • gelebte Großzügigkeit verändert genau jene Gehirnströme positiv, die für das Glücklichsein verantwortlich sind.
  • durch Achtsamkeit = aufmerksam sein und die Gedanken geordnet haben.

Wie können wir dafür sorgen, dass positive Erfahrungen bestehen bleiben? Z.B. durch das von mir schon mehrfach erwähnte Positivtagebuch abends vor dem schlafen. Mittlerweile haben mehrere Studien die positive Wirkung auf das Wohlbefinden belegt (z.B. von Martin Seligmann).
pretty-woman-in-field-820477_1920

Tips zu Literatur, Apps etc.
In den USA wird seit einigen Jahren das Kindness Curriculum für  Kinder in Vorschulen und Schulen erprobt (Klicke hier).
Für Erwachsene gibt es (neben Meditationszentren mit einer Auswahl verschiedenster spiritueller Richtungen) verschiedene Meditationsapps. (Klicke hier).
Die bekanntesten Apps sind Headspace und Calm.
Ich selbst habe 7Mind ausprobiert. Für Einsteiger empfehlbar.
Es gibt für Einsteiger auch Challenges in Facebook z. B. von Andrej Uhrich oder Depaak Chopra. Was mich stört, dass das fast nur geleitete Meditationen zu bestimmten Themen sind.
Grundsätzlich ersetzen Literatur, Challenges, Apps etc. für mich nicht die Meditation unter einem Meditationsleiter für auftauchende Emotionen, Fragen, Probleme….
Deshalb biete ich (als Meditationslehrerin mit Schweige-Retreaterfahrung) 14tägig abends eine Achtsamkeitsmeditations-Gruppe für Anfänger an.
Literaturauswahl:

  • Mark Willimas, Jon Teasdale, Zindel Segal, Jon Kabat-Zinn „Der achtsame Weg durch die Depression“
  • Stephan Bodian „Meditation für Dummies“
  • Matthew Johnstone „Den Geist beruhigen“
  • „Psychotherapie im Dialog“ Heft4/2017 „Achtsamkeit und Selbstfürsorge“.

Ich freue mich auf Deine Fragen und/oder Meinung zu meinem Artikel.
Zur Vertiefung empfehle ich Dir meinen Osterartikel 2017.
Ich wünsche Dir schöne entspannte Ostertage mit Deinen Lieben.
Namaste
Deine Judith Becherle

P.S. Letzte Restbestände meiner CD sind noch direkt bei mir bestellbar.

Originalbild unter: http://jap.fotograf.de/photo/57ee85a5-7c98-4526-9061-5f180a5523fa

Fotos: JAP- Fotografie und pixabay

Deine Wunder-Fragen im Rückblick und Ausblick 2017 – 2018

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du es Dir Wert bist und Dich traust, 2018 Deine eigenen (gedanklichen) Begrenzungen zu überschreiten und Dich zu öffnen für Wunder, die in Deinem Leben geschehen dürfen, die Dich überraschen, erstaunen und natürlich erfreuen und glücklich machen. Für Hoffung und Zuversicht, Vertrauen in Dich und das Leben. Dass Du Dir erlaubst, gross zu träumen und zu wünschen. Übernimm einfach mit Deinen Wünschen die Gestaltung Deines Lebens und erlebe dadurch mehr Glück und Zufriedenheit. Es erwartet niemand von Dir, dass Du Dir einredest, dass alles, was Dir passiert, zu Deinem Besten passiert. Aber Du kannst versuchen, das Beste aus Allem, was Dir geschieht, zu machen.
sparkler-677774_1920Ich möchte Dir dabei helfen, indem ich Dir ressourcenorientierte Reflexionsimpulse gebe…. im Rückblick auf 2017, im Hinblick auf  Deine aktuelle Situation und auf dem Weg in das neue Jahr, in Deine Zukunft.

Rückblick auf 2017
Schau einmal von oben aus der Vogelperspektive auf diverse unangenehme Situationen 2017, die nicht so gut gelaufen sind. Und stelle fest, dass diese kurzfristigen Ereignisse nur ein Bruchteil an einer Summe an Erfahrungen ausmachen. Dass neutrale und/oder positive Erfahrungen wahrscheinlich überwiegen. Rückschläge und Tiefen zum Leben dazu gehören.
Beantworte Dir folgende Fragen:

  • Welche Spuren haben manche Dinge und Ereignisse bei Dir hinterlassen?
  • Wenn Du zurückschaust, was kannst Du aus  Situationen, die nicht so gut gelaufen sind, lernen und zukünftig vermeiden?
  • Wer oder was hat Dir geholfen, wie bist Du an diesen Herausforderungen gewachsen?
  • Was solltest und kannst Du beenden und loslassen?
  • Was gibt es noch zu vergeben oder zu klären?
  • Für wen oder was empfindest Du am Jahresende größte Dankbarkeit?
  • Welche Wunder sind Dir oder anderen in Deinem Umfeld begegnet?

fireworks-2333853_1920

Wenn Du diesen Rückblick beendet hast, dann mache eine Bestandsaufnahme.

  • Wer oder was macht Dich glücklich?
  • Was könntest Du mehr von Deinen Glücksaktivitäten tun?
  • Wer gibt mir das Gefühl, geliebt zu sein?
  • Wer oder was verschafft mir das Gefühl größter Zufriedenheit?
  • Was ist Dein Reichtum, was sind Deine Ressourcen in Deinem Leben?
  • Wie redest Du eigentlich grundsätzlich mit Dir selbst? Liebevoll, verständnisvoll?
  • Welche Gedanken und Überzeugungen könnten Dich abhalten, 2018 Deine ganz persönlichen Wunder zu erleben?
  • Wie schaffst Du es, Dich mehr für Wunder zu öffnen?

heart-81204_1280

Auf dem Weg in Deine Zukunft überlege Dir bitte:

  • Was sollte ich MEHR tun?
  • Was sollte ich WENIGER tun?
  • Was sollte ich ANFANGEN zu tun?
  • Was sollte ich AUFHÖREN zu tun?
  • Welche Spuren möchte ich einmal hinterlassen? Was soll dereinst auf meinem Grabstein stehen oder über mich gesagt werden?

Nimm Dir einfach die Fragen heraus, die Du für Dich hilfreich und interessant findest. Ich wünsche Dir viele gewinnbringende Einsichten und Aussichten.

Ich für mich selbst habe auch Bilanz gezogen.  Ich habe einige klare Vorstellungen und lasse aber auch Platz für positive Überraschungen, für meine ganz persönlichen Wunder. 2017 habe ich Einiges erlebt, was mich sehr gewundert hat, negativ und positiv. Nicht alle Wünsche wurden wahr. Es ereigneten sich negative Dinge, über die ich mich sehr wunderte, die mich sehr mitnahmen, aus denen ich viel lernen durfte/musste.  Ich durfte aber auch einige positive Dinge und Veränderungen erleben und wertvolle Menschen und ihre Unterstützung erleben, die ich überhaupt nicht erwartet hatte, über die ich mich freudig wunderte und für die ich sehr dankbar bin. Das Positive nehme ich mit nach 2018 und freue mich, was nun noch so neues Schönes auf mich wartet. So manche eine Entwicklung bei mir ist absolut nicht selbstverständlich, dafür bin ich sehr dankbar. So wie ich an meinen Verhältnissen wachse, kannst es auch Du.
Gern helfe ich Dir beim Öffnen für Deinen ganz persönlichen Raum, dass Wunder geschehen können………..

2018_3WünscheWenn es Dich interessiert, habe ich Dir einen kleinen beruflichen Jahresrückblick als Film von mir beigefügt (Klicke hier).
Namaste
Deine Judith Becherle

Fotos: pixabay

Von Resilienz und Wertschätzung ….nicht nur unterm Weihnachtsbaum…

Gerade Weihnachten wird immer als Fest der Liebe bezeichnet. Weihnachten ist irgendwie das Fest der schönen Worte und überall Liebe, Friede, Freude…(Eierkuchen?). Schaffen wir das? Oder sind wir meilenweit davon entfernt? Wie können wir denn dahin kommen ???
Was ist denn die Ausgangssituation? Jedem von uns sind sicher Dinge passiert mit Menschen, die uns in unserem Inneren getroffen und erschüttert haben.  Es tut mir in der Seele weh, als Resultat manchmal verbitterte grollende aggressive Menschen zu sehen, zu spüren, zu hören. Leider nicht nur in sozialen Medien gibt es teilweise solche subtilen und/oder offenen Verurteilungen von Menschen, die mit anderen Menschen arbeiten, das ist mir unbegreiflich… Da wird ohne Hemmung und ohne nähere objektive und/oder fachliche Kenntnisse subjektiv beurteilt und verurteilt. Wie können hochqualifizierte Menschen anderen Menschen in ihrer herausfordernden Situation helfen, wenn sie anscheinend nicht souverän denken und agieren können? Das ist mir unklar. Was hilfreich ist, ist die Vermutung, dass solche Menschen vielleicht mit ihrem Leben unzufrieden, sehr gestresst oder verletzt und noch auf unbewältigten Erfahrungen emotional agierend sind. Wir sind alle Menschen mit Stärken und Schwächen, nicht immer neutral und ausgeglichen drauf, einschließlich mir. Aber Manches erschreckt mich. Was ist das für eine Entwicklung des Umgangs miteinander in der heutigen Zeit? Das gibts nicht nur in den Medien. Auch offline. In meiner Praxis vergeben manchmal Klienten anderen Menschen solche gravierenden Sachen…. Was gibt es an verfahrenen Beziehungen. Missverständnisse aufgrund fehlender Kommunikation. Manche können nichts mehr für den Anderen empfinden, fühlen sich nicht wertgeschätzt und missverstanden. Es gibt tatsächlich solche Menschen, da hilft nur eins, fernhalten. Aber es gibt auch viele Kontakte, wo  vielleicht der Wert des Kontakts unterschätzt wird.  Manche sind aktuell vielleicht zu erschöpft etc., um Gefühle empfinden und  erwidern zu können. Manchmal wird m.E. zu schnell hingeworfen, aufgegeben…

lovers-2761551_1920Was kann man stattdessen tun?

  • Stattdessen gilt es erstmal, sich zu stabilisieren.
  • Sich selbst mit all seinen Schwächen zu respektieren und anzunehmen.
  • Bedürfniserfüllung und Enttäuschung nicht nur im Aussen manifestieren, sondern auch schauen, was im Innen eigentlich los ist.
  • Woher kommt diese massive Enttäuschung und Unzufriedenheit?
  • Hat wirklich nur das Aussen „Schuld“?
  • Wenn es tatsächlich so zu sein scheint, was kannst du dann tun, wie kannst du mit der Situation so umgehen, dass du trotz gerechtfertigter Enttäuschung zufriedener bist?
  • Kannst Du vielleicht üben, Dinge hinzunehmen, die Du nicht ändern kannst?
  • Was kannst oder sollst Du vielleicht sonst daraus lernen?
  • Den Blickwinkel ändern, vielleicht mal die Position des Anderen einzunehmen.
  • Schauen, was an gemeinsam verbindenden Ressourcen da war vor der jetzigen Situation und wieder aktivierbar ist.
  • Dem Gegenüber die Hand reichen. Versuchen, miteinander zu reden.
  • Wenn sich nichts ändern lässt, etwas Neues/Anderes tun….Loslassen…
  • sich Unterstützung suchen, um Hilfe bitten…
  • Kontakt reduzieren…
  • den Fokus umlenken und bewusst das Schöne im Jetzt suchen und wahrnehmen…
  • das Schöne gelten lassen und das Unschöne abschließen…

horse-2644695_1920
Resilienz (psychische Widerstandskraft) ist gefragter denn je. Und jeder kann sie erwerben.

Häufig müssen wir sie auch in den heutigen Zeiten erwerben, zwingt uns das Leben dazu.
Mir ist  meine Lebenszeit zu schade, mich in unangenehmen Dingen festzubeissen und mir meine Lebensfreude nehmen zu lassen. Ich akzeptiere das, was Ist, wenn ich es nicht ändern kann. Und wenn ich Möglichkeiten zur Änderung sehe, dann nutze ich sie. Nicht überstürzt. Aber wenn ich Entscheidungen zur Veränderung getroffen habe, dann ziehe ich sie auch durch. Mit allen Konsequenzen. Je öfter ich das mache, umso bestätigter fühle ich mich darin. Darum bin ich auch manchmal im Nachhinein anfangs negativ erscheinenden Verhältnissen dankbar, durch die ich mich gezwungen fühlte, zu handeln und etwas zu ändern. Gerade dieses Jahr gab es solche Dinge. Einige konnte ich ändern. Einige (noch?) nicht. Ich habe mein Bestes versucht und nicht aufgegeben. Ich habe alle Ereignisse als Herausforderung gesehen und mir noch mehr Resilienz erworben (nicht nur den Abschluss als Resilienzcoach :-)). Ich habe mich auch manchmal schuldig gefühlt, ob nun gerechtfertigt oder nicht. Eine reine Ansichtssache. Aber ich habe auch mir und Anderen vergeben. Welch eine Befreiung.
Ein hawaianisches Sprichwort heisst „Bevor die Sonne untergeht, vergib“.
Wobei vergeben hier nicht mit gutheissen und reinwaschen von Schuld  verwechselt werden soll. Es soll einfach helfen, negative Verbindungen zu lösen. So wird wieder mehr Platz für das Gute im Leben. Ist meine Ansicht. Mir hilft es zu mehr innerem Frieden und meinen Klienten auch.
Denn Du weisst nie, was morgen ist…
Die Menschen kommen und gehen.
Die Frage ist, welche Spuren erlaube ich anderen Menschen, in meinem Leben zu hinterlassen?
Welche Spuren werde umgekehrt ich in IHREM Leben hinterlassen?

sun-2297961_1920

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.
(Afrikanisches Sprichwort)
Wenn Du Dein Gesicht der Sonne zuwendest, dann strahlst Du. Natürlich durch den Sonnenschein von außen :-). Bei meinen Klienten sehe ich oft sehr dankbar ein plötzliches Strahlen von Innen heraus. Die Gesichter werden dann so wunderschön. Ich bin immer wieder fasziniert. Und das Schönste ist, dieses Strahlen strahlt in die Herzen der Anderen hinein. Zuerst bei mir, dann bei dem Umfeld der Klienten.
Wenn wir alle mehr strahlen könnten, was wäre das für uns alle für ein viel Schöneres versöhnlicheres Miteinander. Mehr Nächstenliebe. Wir müssen nicht alle mögen und uns müssen auch nicht alle mögen. Aber manchmal versäumen wir vielleicht Möglichkeiten, etwas Freude und überhaupt etwas Schönes zu verschenken. Zuerst an uns selbst und dann an die Anderen. Suchen wir doch gerade jetzt diese Möglichkeiten. Es gibt so viele Kranke, Einsame, Arme, Verzweifelte…
Für mich gibt es nichts Schöneres, als Augen zum strahlen zu bringen und Eis in den Herzen zu schmelzen. Wertschätzung zu schenken und niemand dafür zu gering zu empfinden. Mein Herz zu öffnen für das Positive und zu verschließen für das Negative.
Deshalb wünsche ich Euch zu diesen besonderen Tagen:
Abschliessen
Ich wünsche Euch wunderschöne Festtage mit ganz viel Licht, Liebe und Wärme, das Ihr geben und erhalten könnt. Wenn Ihr gerade nicht in der Lage seid, zu geben, dann wünsche ich Euch, dass Ihr ganz viel wahrnehmen und empfangen könnt. Achtsam und dankbar Euch öffnet für die Kleinigkeiten. Und irgendwann wenn es Euch besser geht, etwas zurück- oder weitergebt.
Namaste.
Eure Judith Becherle

candles-1645551_1920

Fotos: pixabay

Artikel zum Tag der offenen Tür am 15.10.17

Liebe Leserinnen und Leser,

das ist mir doch glatt einen Blogartikel ausserhalb der Reihe wert. Ich freue mich riesig über diesen super geschriebenen Zeitungsartikel (Klicke hier) anlässlich meinem Tag der Offenen Tür am kommenden Sonntag.

Nochmal zur Erinnerung mein Programm:

16.30 Uhr Vortrag „Ruckzuck Nichtraucher durch Hypnose“

17.15 Uhr Vortrag „Hypnose, Systembrettaufstellungen, Energy EFT…wie geht das?“

18.30 Uhr Vortrag „Feel good – Impulse für mehr Glück und Lebenszufriedenheit“

19.30 Uhr Entspannungseinheit nur für Erwachsene „Wellness für die Seele – Tiefenentspannung“

Für die Entspannungseinheit benötige ich bitte Voranmeldungen aufgrund begrenzter Platzkapazitäten.

20171011_195743

 Ich bin gespannt, wen ich kennenlernen darf und wünsche Dir eine schöne Herbstzeit.

Namaste

Deine Judith Becherle

Lösungsfragen versus Blockaden auf dem Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit

Wie sah heute früh Deine Welt für Dich aus? Wie dunkel oder hell war es in Deinem Innen? Was hast Du sofort nach dem Erwachen gedacht, gespürt, getan? „Oh je, es regnet. Das wird ein mieser Tag.“ Oder: Ach, es regnet? Egal. Ich lasse mir davon nicht die Laune verderben.“ oder „Oh super, die Sonne scheint. Ich freue mich auf den Tag.“ Du kannst die Laune vom Wetter abhängig machen. Negative Gedanken werden Dir jedenfalls kein angenehmes Gefühl vermitteln und es könnte sein, dass Du Dich die nächsten Stunden darin immer wieder bestätigt fühlst… Wie wäre es denn, grundsätzlich den Tag mit positiven Gedanken zu beginnen? Und Dich an positiven Kleinigkeiten zu freuen? Die Du dadurch verstärkt wahrnimmst?
Wie wäre die Denkweise von Karl Valentin?
Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue,regnet es auch.

Achte auf Deinen Fokus. Dein Gehirn unterscheidet nicht zwischen Realität und Fiktion. Und es ist neuroplastisch. Das heisst, Du kannst Einfluss nehmen auf Dein Lebensgefühl.
Wie Du das machen und Dir hilfreiche Fragen stellen kannst, will ich Dir heute erläutern. Aber auch mögliche Gründe, warum es vielleicht bisher bei Dir nicht (dauerhaft?) funktioniert (hat).
Und ich möchte Dich ganz herzlich zu meinem Tag der offenen Tür am 7.10.17 einladen, siehe Artikelende.

Du und ich, wir haben Tage, da fällt uns alles leichter und Tage, da sind wir schneller gestresst. Das ist doch menschlich. Zu jedem Leben gehören Höhen und Tiefen. Du kannst es lernen, mit Deinen Tiefen anders umzugehen. Dass sie Dich weniger stressen und Du gesünder und stabiler bleibst.
Nimm Dir 9 Minuten zum lernen und lachen mit Frau Birkenbihl: Klicke hier

smiley-1691280_640

Du trägst in Dir die Ressourcen für Dein Glück und Deine Lebenszufriedenheit
Unabhängig von den möglichen Blockaden trägt jeder tatsächlich in sich die Ressourcen für sein Glück, seine Lebenszufriedenheit. Manchmal werden sie etwas im Laufe des Lebens „zugeschüttet“, können aber wieder aktiviert und im Bewusstsein zugänglich gemacht werden.
Glück und Lebenszufriedenheit wird von jedem Menschen ganz anders interpretiert. Deshalb sind vielleicht Menschen, die nicht viel mehr besitzen, als sie am Leib tragen oder vielleicht chronisch krank, benachteiligt oder sehr engagiert für Andere und auf Vieles verzichtend etc. sind, manchmal deutlich glücklicher, als Menschen, die ihre mit allen Mitteln angestrebte finanzielle Freiheit verwirklicht haben? Finanziell frei heisst ja nicht automatisch, innerlich frei zu sein… Daher kommt wohl auch der Spruch „Geld allein macht nicht glücklich“.

Was ist Glück und Lebenszufriedenheit für DICH? Was willst Du wirklich wirklich?
P1060018

Stellst Du Dir destruktive, konstruktive  oder gar keine Fragen?
Sind Deine Fragen und Blickwinkel auf Deine Situation vielleicht destruktiv gegen Dich selbst gerichtet?
Traust Du Dich vielleicht auch gar nicht, (Dir) manche wichtige ehrliche Fragen zu stellen?
ALLE Fragen sind unglaublich wichtig, auch die, die Du Dir nicht stellen oder beantworten möchtest …

Warum-Fragen in Deinem Bewusstsein sind ein heikler Punkt
Sie führen manchmal nicht dazu, dass Du Dich besser fühlst…
Warum habe ich solche Angstzustände, warum habe ich so schlechtes Selbstwertgefühl, warum sind alle Anderen besser, erfolgreicher, hübscher, gesünder, reicher, beliebter als ich….?
Warum haben die Andern immer (wirklich immer?) Glück und ich nie?
Kennst Du solche Fragen? Was machen sie mit Dir? Wie fühlst Du Dich dabei? Worauf richtest Du hierbei Deine Aufmerksamkeit?? Was bestätigst Du Dir (Negatives) mit diesen Fragen? Bringen sie Dich weiter???

Was könnte Dich stattdessen weiterbringen?
Lenke Deinen Blickwinkel auf positive Dinge und damit verbundene Gefühle.
In der Vergangenheit, aber auch achtsam im Hier und Jetzt.
Frage Dich:

  • Welche Erinnerungen sind für mich kostbar, lösen Freude etc. aus?
  • Worüber bin ich gerade wirklich glücklich?
  • Wofür bin ich total dankbar?
  • Was würde mich glücklich machen?
  • Was müsste ich dafür verändern?
  • Was kann ich aus dieser unangenehmen Situation gerade lernen?

Wie fühlst Du Dich bei diesen Fragen? Worauf richtest Du diesmal Deine Aufmerksamkeit? Genau. Es kommen vielleicht Gefühle von Dankbarkeit für bisher Dir gar nicht so bewusst gewesene Kleinigkeiten. Dein Fokus blockiert sich nicht im Versagen, Schlechtfühlen etc. sondern befreit sich und erweitert sich auf Lösungsoptionen…

  • “Wie kann ich meine Situation verändern für ein besseres Gefühl?“
  • „Welche Ressourcen habe ich, kann ich mir nutzbar machen?“

Auch wenn Dir gerade nichts Konstruktives einfällt, bleibe dran. Im Gefühl von Vertrauen, Gewissheit und Optimismus.

ehrlich hinzuschauen

Mögliche Blockaden
Viele Menschen, die sich in einem Tief befinden, spüren, mit mir stimmt was nicht. Aber ich darf  mich nicht schlecht fühlen. Eigentlich habe ich doch alles? Das begegnet mir gar nicht selten. Diese Selbstverurteilung für schlecht bewertete Gedanken und Empfindungen, diese Selbstabwertung, weil Du vielleicht nicht (mehr?) den Erwartungen Deines Umfelds gerecht wirst oder gerecht werden willst. Weil Du das erste Mal in Deinem Leben danach strebst, auf Deine Bedürfnisse und Wünsche zu hören und dazu zu stehen und Dich dadurch besser zu fühlen.

Vielleicht wurdest Du dazu erzogen. Du hattest zu funktionieren, zu folgen und stark zu sein. Durftest keine Wünsche äußern, alles wurde für Dich entschieden? Vielleicht musstest Du sogar für Deine eigenen Eltern die Elternrolle übernehmen? Hast Du diesen Rollentausch rückgängig gemacht und darf Dein inneres Kind wenigstens jetzt ein unbeschwertes Kind sein, das bedingungslos geliebt, beschützt wird und fröhlich sein darf? Das keine Last für seine Familie (mehr) tragen muss? Wenn das immer noch nicht der Fall ist und Du vielleicht auch schon selber Kinder hast, wäre es für Dich sehr wichtig, das wahrzunehmen und Dich davon zu befreien.

Deine Gedanken

Selbstabwertende unzufriedene Gefühle sind aber vielleicht auch basierend auf einer bisher nicht diagnostizierten Depression. Dann ist es nicht so einfach, da mal eben umzudenken, wie es das Umfeld häufig erwartet. Und man bekommt vielleicht zu hören, „reiss Dich doch mal mehr zusammen“.  Das lässt Betroffene noch mehr verzweifeln, statt ihnen zu helfen. Also man sollte bei diesem Thema unbedingt beachten, dass es für krankhafte Denkweise in der besagten Art nicht so einfach ist, umzudenken. Vielleicht sind dann auch körperlich Blockaden vorhanden, nicht nur seelisch und müssen erst einmal aufgelöst werden. Wenn Du merkst, dass es Dich betreffen könnte, dann hilft es nichts, suche Dir fachliche Hilfe.

Wenn Du trotz aller Anstrengungen Dein Lebensgefühl nicht bessern kannst…
… dann kann das auch körperliche Ursachen haben, das darf man nicht unterschätzen. Manche können sich überhaupt nicht vorstellen, dass sich  ein Ungleichgewicht in unserem Hormon- und Vitalstoffhaushalt oder in unserer Darmflora auf unser seelisches Gleichgewicht niederschlagen kann, weil dann z. B. zu wenig Stimmungshormone gebildet werden. Darauf kann man sehr gut alternativ Einfluss nehmen und die Basis stärken. Dazu benötigt man nicht unbedingt Psychopharmaka.

Stimmungstiefs bis hin  zur Depression können aber auch als „Begleiterscheinung“ bestimmter Medikamente oder Erkrankungen auftreten. Z.B. Diabetes ist häufig kombiniert mit der Ausprägung einer Depression.

Es kann auch an einem „Sekundären Gewinn“ durch Dein Leiden liegen. Der kann auf ganz verschiedenen Ursachen beruhen. Der Vorteil, dass es Dir schlecht geht, ist deutlich höher, als dass es Dir gutginge. Demzufolge darf es Dir nicht gutgehen, oder nur ausnahmsweise, nicht generell. Das hört sich jetzt irgendwie komisch an, kann man aber auch nicht allgemein erklären. Das hat ganz viel mit Deinen Beziehungen zu Deinem Umfeld zu tun, die sich durch eine Änderung natürlich auch ändern würden…

Oft gilt es, unbewusste Blockaden, häufig Ängste,  aufzulösen. Dafür brauchst Du Unterstützung. Und Dein eigenes Einverständnis. Wenn Du es Dir selbst nicht geben kannst, dann wird es nichts. Ohne Deine tiefste unterbewusste Bereitschaft zur Veränderung kann man unterbewusste Dinge nicht ändern. Da hilft auch keine Hypnose und Suggestion von aussen, wie immer fälschlicherweise angenommen.

Angst vor einer unbekannten ZukunftÜberlege Dir, was das Festhalten und Aushalten und nichts Verändern langfristig für Konsequenzen für Dein Leben hätte?
Ich stelle manchen Klienten, die stark blockiert sind, häufig die Frage,

  • Was würdest Du 10 Jahre später über Dein Leben denken, wenn Du nichts verändern würdest?

Dann kommt plötzlich was in Bewegung gedanklich. Was aber nicht unbedingt zu einer greifbaren Lösung führen muss.
Deshalb mache ich mit solchen Klienten gern eine Aufstellung. Mit Stühlen. Oder auf dem Systembrett. Es ist unglaublich, wie hierdurch die Blickwinkel verändert werden können und was das innerlich in Bewegung bringen kann. Wer das belächelt, hat es nie persönlich ausprobiert. Ich bin immer wieder fasziniert, wie verschieden die erste (Bestandsaufnahme aktuell) und die letzte (Zukunftsziel) Aufstellung aussehen. Und die Klienten sind fasziniert, wie sich ihre Gefühle damit schlagartig ändern lassen. Für mich ist die Aufstellung ein ganz wichtiges Tool zur Veränderung, neben den Hypnosetechniken.

20170904_155103 20170519_163231 20170610_171823

Wenn Du mich und meine Praxis einmal persönlich kennenlernen möchtest, bist Du herzlich eingeladen zum
Tag der offenen Tür am 15.10.2017
Unter der Rubrik „Aktuelles“ auf meiner Website findest Du bei mir grundsätzlich aktuell meine Termine und Veranstaltungen.
Ich möchte Dich heute außerdem darauf hinweisen, dass ich nach einem neuen hocheffizienten Konzept für Deine Gesundheit nun auch verstärkt Nichtraucherhypnose anbiete.
Abschließend danke ich Dir für Deine Lesetreue und Geduld bis zu diesem Blogartikel.
Ich werde  zukünftig aufgrund meiner zeitlichen Auslastung grundsätzlich nur noch alle 2-3 Monate einen Blogartikel veröffentlichen.
Ich wünsche Dir von Herzen eine gute Zeit.
Besuche mich gern immer wieder auf meiner Facebook-Fanpage, dort poste ich regelmäßig meine Gedanken oder auf meiner Website.
Namaste

Deine Judith Becherle

Du bist, was Du denkst, das Du bist und die Welt ist so, wie Du denkst, dass sie ist
(aus dem Huna)

Fotos: privat und pixabay

Angst loslassen und Vertrauen

Angst ist etwas ganz Normales und Natürliches, sogar Wichtiges. Gehört de facto zu unserem Leben dazu. Fühlt sich aber nicht so gut an. Stört uns. Wollen wir nicht spüren. Wir und auch unsere Umwelt haben den Anspruch, allzeit stark, mutig , selbstbewusst, perfekt unser Leben zu meistern. Aber so einfach ist das manchmal nicht. Das Leben hat seine eigenen -, manchmal auch ungerechten Gesetze, ist unberechenbar. Von jetzt auf gleich kann alles in Frage gestellt sein. Kann nichts mehr sein, wie es war. Müssen wir reagieren und vielleicht völlig neu umdenken, handeln, hat sich alles verändert. Werden wir ins kalte Wasser geworfen und müssen schwimmen, vielleicht auch gegen den Strom, tauchen unter und wieder auf…wave-1939166_1920
Wer sucht sich das freiwillig aus? Die Wenigsten.
Und doch gehören Krisen zum Leben, egal, ob existenziell oder nicht. Sie können einige oder alle Lebensbereiche betreffen.  Sie können jeden niederschmettern, egal wie stark oder schwach er ist. Es gibt nicht die „ ganz schlimmen“ oder „weniger schlimmen“ Ereignisse. Entscheidend ist eigentlich nicht, Was uns passiert, sondern WIE wir damit umgehen. Wie wir reagieren und wie wir die Dinge bewältigen.
Was kann uns neben den ganzen bekannten Faktoren für Resilienz helfen?
VERTRAUEN.balance-1398194_1280
Ein kleines Kind fällt um, steht auf und läuft weiter. Es zweifelt (noch) nicht an sich. Wir Erwachsenen tendieren je nach Lebenserfahrungen schon eher dazu, an uns und unseren Fähigkeiten zu zweifeln. Warum eigentlich? Weil wir gelernt haben, es wird nicht alles gut? Ja tatsächlich. Es wird nicht immer alles gut, wobei das natürlich auch von unserer Bewertung abhängt. Was ist gut? Was sich aktuell als schlecht für uns darstellt, kann im Nachhinein gut für etwas sein.
Wenn es um Leben und Tod geht, haben wir meist Angst vor dem Tod. Das ist ganz normal.
Wem können wir vertrauen? Dem Leben? Dem Schicksal? Dem Universum? Unserem Schutzengel?  Unserem uns wohlgesonnenen privaten Umfeld? Den Ärzten? Therapeuten? Heilern?….
young-woman-2239269_1920Wie wäre es denn, uns selbst zu vertrauen? Selbstvertrauen könnte unsere Angst regulieren. Besinnend auf unseren Erfahrungsschatz, wie wir bisher schwierige Situationen gemeistert haben. Unser Selbstvertrauen kann die Selbstheilungskräfte in uns verstärken oder abschwächen. Wir besitzen alle auf allen Ebenen Selbstheilungskräfte. Wenn unsere Körperlichen, mentalen, emotionalen Selbstheilungskräfte versagen, macht es uns Angst.  Vielleicht haben wir sie bisher kaum gebraucht und noch nicht voll ausgeprägt oder sie sind schlichtweg mit der Situation überfordert.
Vielleicht DENKEN wir, wir sind überfordert? Die Annahme, dass wir eine Situation nicht meistern können, macht uns Angst. Angstmachende Gedanken stressen uns. Sie sorgen dafür, dass wir Stresshormone ausschütten. Sie rauben uns Kraft. Sie engen uns ein.
Und nun? Können wir uns entscheiden… die Situation ändern, und wenn es „nur gedanklich“ ist. Oder akzeptieren, wie es ist. In Gelassenheit. In Frieden hinnehmen, was vielleicht nicht zu ändern ist. Was aber nicht bedeutet, jetzt in die Vermeidung abzurutschen.
Welchen Gefühlen in Dir gibst Du welchen Raum-Wenn wir in unseren Grundfesten erschüttert sind, sollten wir allen damit verbundenen Gefühlen ihren Raum geben, den sie brauchen. Nicht versuchen, sie zu meiden. Damit wir wieder in unsere Mitte zurückkehren können. Sie dürfen dasein. Aber auch wieder heilen.  Und gleichrangig mit den anderen Gefühlen ihren Raum einnehmen. Nicht überhand nehmen.
Wenn wir vertrauen und hoffen und beten werden wir uns deutlich besser fühlen, als wenn wir perspektivlos aufgeben, nichts für die Zukunft, aber auch nichts für das Hier und Jetzt erwarten.
Was kann uns dabei helfen, uns zu stärken? Unser (Selbst-)Vertrauen stärken? Auch wenn es keine Sicherheit und keine Garantie im Leben gibt? Für niemand?
Indem wir unser Nervenkostüm stabilisieren. Durch Entspannungsverfahren. Am einfachsten erlernbar und schnell spürbar ist die progressive Muskelentspannung. Sehr effektiv und in Studien nachgewiesen ist Meditation. Aber auch Yoga. Durch äußere Gleichgewichtsübungen das innere Gleichgewicht zu stärken.
Atemübungen. Ultraleicht zu erlernen und durchzuführen.
Rechts-links-Koordinationsübungen ebenfalls sehr effektiv.
Man kann auch mit Ablenkungsmanövern arbeiten. Viele gute Anregungen finden sich bei Claudia Croos-Müller in ihrem Büchlein „Nur Mut“.
Eine Biografie unserer bewältigten Situationen erstellen.
Uns gedankliche Fragen zur Umstrukturierung stellen.
Uns eine Hierarchie von angstauslösenden Faktoren erstellen und uns selbst in kleinen Schritten beweisen, was wir schaffen können.
Wir können mit all diesen Vorschlägen Selbstverantwortung übernehmen.
Manchmal kann auch unser Umfeld uns unterstützen.
Und etwas, was wir nicht greifen können. Vielleicht indem wir an Gott glauben und beten. Nicht umsonst heisst es, der Glaube kann Berge versetzen. Warum? Wegen dem vorhandenen Gottvertrauen bei gleichzeitiger Akzeptanz der Situation und dem Vertrauen, es wird alles zum Besten für uns gelenkt. Egal, was geschieht.
Wenn alles gegen Dich zu laufen scheint, dann erinnere Dich, dass das Flugzeug gegen den Wind abhebt, nicht mit ihm.

Namaste und allen einen schönen Sommer.
Ich freue mich auf  eine kleine, dringend benötigte, Sommerpause.

Judith Becherle

Fotos: pixabay

Egal, was die Experten sagen: „Ich werde gesund!“ Mythos Selbstheilungskräfte ?

„Ich muss Ihnen leider sagen, dass Sie ernsthaft krank sind. … Wir Ärzte tun unser Möglichstes, Ihnen zu helfen. Sie können auch Einiges dazu tun, dass Sie wieder gesund werden, und der Rest liegt in Gottes Hand.“ Hier geht es um eine schwere Krebserkrankung, die der Arzt dem Patienten mitteilt. Er hat entscheidende Faktoren super auf den Punkt gebracht. Die Medizinischen Möglichkeiten. Die Einflussvariablen der Persönlichkeit des Patienten. Und der Dinge, die wir einfach nicht greifen können, wenn es zum Beispiel um Spontan- oder Wunderheilungen geht. Vielleicht aufgrund von starkem Glauben und Gebeten. Es ist mit dieser Arztaussage alles offen, Hoffnung und Vertrauen sind möglich. (Auch wenn er leider, wohl wegen ihrer Umstrittenheit, die alternativen Möglichkeiten ausgelassen hat in dieser Aufzählung und ebenso die Rolle des stützenden stärkenden Umfelds).

school-2353408_1920
Ich weiss, wie wichtig Zuversicht, Vertrauen, Optimismus etc. sind. Ich halte demnächst am 5.7.17  zu dem Thema Resilienz und Bewältigung schwerer Krankheiten einen Vortrag in Sigmaringen. Ich kenne das Thema schwerer, schwieriger Krankheitsbilder persönlich gut. Und ich befasse mich ständig beruflich mit ziemlich herausfordernden Lebenslagen und ihrer Bewältigung sowie dem Thema Resilienz  in einer Klinik und meiner Praxis. Bei meinen Klienten geht es eher um stressbedingte, psychische Erschöpfung und Erkrankungen. Aber grundsätzlich spielen bei allen Arten von Erkrankungen dermassen viele Faktoren eine Rolle, die einfach in ihrer Bedeutung immer noch unterschätzt werden und ganz häufig noch nicht im „allgemeinen Volksdenken“ angekommen sind. Viele neue Erkenntnisse und alternative Möglichkeiten bekommen ebenfalls leider noch zu wenig die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt.

Heute will ich Dir einen kleinen Einblick bieten, was Du selbst zu Deiner Genesung beitragen kannst.

Mit welchen Anteilen kannst Du selbst etwas beitragen zu Deiner Heilung?

Höre auf Dein Herz. Du wirst von allen Seiten wahrscheinlich bombardiert mit (gutgemeinten) Tips, Empfehlungen etc.. Du bist Dein eigener Experte. Geh DEINEN Weg. Mache den ersten Schritt.

love-686643_1920Resilienz ist keine positiv schönfärbende rosa Brille, die schwierige Dinge verharmlost, schönfärbt, negiert. Mit einem pauschalen positiven Denken bzw. der positiven Psychologie sollte man bei Anwendung auf das Thema  sehr schwerer Erkrankungen ebenso vorsichtig sein. Es gibt immer wieder „Wunderheilungen“, habe ich selbst erlebt. Aber es gibt bei bestimmten Krankheitsbildern keine Sicherheit, wieder gesund zu werden. Wer sich täglich die Affirmation „Ich werde wieder gesund, auch wenn mir die Ärzte keine Überlebenschance geben“ gibt, hat wahrscheinlich öfter das Problem, innerlich ein wenig daran zu zweifeln? Vor allem, wenn es Rückschläge gibt? Es gibt immer wieder Fälle, die es tatsächlich schaffen (siehe „Weissbuch Heilung“, weiter unten). Aber realistischer, sicher gewinnbringender und irgendwie weniger mit Zweifeln behaftet wäre doch vielleicht die Affirmation, „Ich kann wieder gesund werden“.
Oder?
Auf jeden Fall ist es für die Lebenszufriedenheit, das Lebensgefühl von Vorteil, zu hoffen und zu vertrauen. Dass alles gut wird. EGAL, was geschieht. Unabhängig davon, wie lange man (noch) leben darf. Ich muss ehrlich sagen, ich habe mehrere Jahre in Krankenhäusern oder ambulant mit schwer oder chronisch Kranken gearbeitet und  bewundere manche Menschen mit medizinisch niederschmetternden Prognosen, die monatelang nichts anderes als ihre Krankenhauswände sahen und es trotzdem eines Tages schafften, diese Wände geheilt zu verlassen. Ich denke aber auch erschüttert an Beispiele, wo Menschen aus innerer Selbstaufgabe entsetzlich schnell starben (ohne ursächliche todbringende Erkrankung)…
Ich höre derzeit von Dr. Lissa Rankin „Mind over Medicine – Warum Gedanken oft stärker sind als Medizin…wissenschaftliche Beweise für Selbstheilungskraft“. Lissa Rankin beschäftigte sich durch mehrere Schicksalsschläge nach einer klassischen schulmedizinischen Laufbahn mit dem Einfluss unserer Gedanken auf unsere Selbstheilungskräfte. Ich kannte schon einige Studien, aber diese hier erwähnten Studien verblüffen auch mich teilweise. Phänomenal. Das bestärkt mich in meiner Arbeitsweise und ganzheitlichen Sichtweise der Themen meiner Klienten.
Ein geniales Beispiel ist für mich der Physiker Stephen Hawking. Es ist unglaublich, wie lange er mit seiner ALS-Erkrankung und massiven Einschränkungen schon lebt und welche bahnbrechenden wissenschaftlichen Beiträge er in seiner Lebenszeit erbringen konnte.
Lasse Dir ALLES offen. Glaube, hoffe, vertraue, bete, handle. Und suche Dir Unterstützer, die mit Dir hoffen, beten, Dir helfen etc..girl-15599_1920
Hast Du Dir schon einmal überlegt, welche positiven Neben-Effekte Dir Deine Erkrankung bringt/gebracht hat? Findest Du sogar Grund zur Dankbarkeit?
Kämpfe nicht gegen Deine Symptome/Krankheit. Sondern tue etwas für Deine Gesundung oder wenigstens für eine möglichst gute Lebens-Zeit.
Vielleicht geniesst Du ein Entspannungsverfahren?  Es gibt immer mehr Studien, welche gravierenden negativen Folgen Stress, egal ob körperlich und/oder traumatisch, z.B. auf Herz-Kreislauf, Blutdruck, das Immunsystem hat… Es gibt für die „ewig Zweifelnden“ auch immer mehr Möglichkeiten, durch diverse stressmedizinische Messungen die körperlichen Auswirkungen von Stress nachzuweisen… Die schon erwähnte Lissa Ranklin vertritt genau wie ich in meiner Arbeit die These: Die Selbstheilungskräfte des Körpers können nur in entspanntem Zustand optimal arbeiten.
Worauf hast Du Deinen  Fokus?  Sammele tagsüber alles Schöne, was Dir begegnet und erfreue Dich bewusst daran.
16114958_1553733547973390_515157891903188806_nWelche Erwartungen hast Du?
Wusstest Du, dass man kann die Erwartungshaltung gegenüber Plazebos als neurochemische Reaktion im Gehirn und Körper nachweisen kann?
Hast Du Dir überlegt, wofür es sich lohnt, weiterzumachen, nicht aufzugeben?
Kannst Du Dir vorstellen, Deine Ernährung und/oder Bewegung, Deine Lebensweise gesünder zu gestalten?
Manche neuen Klienten schauen mich erst irritiert an, wenn sie mir erzählen, was sie bei mir „loswerden“ wollen und ich sage, dass sie gedanklich anders mit ihrer Problematik umgehen könnten. Sie nicht ablehnen, sondern (neu) integrieren. SICH zuerst einmal selbst in der momentanen Verfassung akzeptieren.
Körperlich und seelisch alles neu einsortieren und auf eine gesündere stabilere Basis stellen.
Dann etwas verändern.
Das Gute an der Neuroplastizität unseres Gehirns ist, dass der Spruch widerlegt wurde, “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“.
Es kann jeder an seinen Herausforderungen wachsen, um- lernen, Resilienz erwerben, seinen Weg finden.

bridge-2203661_1920

Jeder KANN… Aber manchmal ist der Zeitpunkt der Falsche

Wenn Du derzeit (noch) unter Schock von einem Erlebnis stehst, noch gar nicht zur Ruhe gekommen bist wegen Deiner Lebenssituation, dann erwarte von Dir einfach erstmal… NICHTS. Entscheide, soweit möglich, erstmal nichts. Damit Du erstmal Abstand gewinnen und Dich auf das, was vielleicht zu tun und zu er- oder durchleben ist, einstellen und neu orientieren kannst. Manches, sicher schmerzhaft, loslassen kannst. Ich wünsche Dir, dass Du Dir diese Zeit nehmen kannst. Es Dir selbst erlaubst oder Dir erlaubt wird.
Und es ist leider auch wahr…. Manchmal scheinen unsere Möglichkeiten der Einflussnahme begrenzt oder minimal.
Vielleicht hilft an dieser Stelle zur Erinnerung auch nochmal meine ACT-Anleitung für unveränderbare Situationen ?

Wenn Du noch mehr zu dem Thema und weiteren hilfreichen Faktoren von mir erfahren möchtest, besuche doch gern meinen Vortrag „Die Herausforderung der Krankheit annehmen – Resilienz und ein besseres Lebensgefühl entwickeln“, der am 5.7.2017 in der Krebsberatungsstelle Sigmaringen stattfindet und am 11.10. 2017 in der SRH-Klinik Bad Saulgau.Klicke hier
20170424_112232_012_01Als Literatur zu dem Thema empfehle ich Dir das schon erwähnte Buch von Dr. Lissa Rankin „Mind over Medicine“ und von Medizinjournalist Kurt Langbein „Weissbuch Heilung – wenn die moderne Medizin nichts mehr tun kann“ sowie von der Psychiaterin Eva Kalbheim „Resilienz für Dummies“.

Ich freue mich, Dich bei meinem Vortrag, bei einem kostenlosen Kennenlerntelefonat oder vielleicht auf meinem Entspannungsseminar zur Unterstützung der Selbstheilung in der Krebsberatungsstelle oder meiner Weiterbildung für Fachkräfte (Frühbucherbonus läuft nur noch bis 16.06.2017) kennenzulernen.
An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal entschuldigen, dass ich nur noch in größeren Abständen Blogartikel schreiben kann, da ich in Klinik und Praxis ausgelastet bin und immer mehr Vorträge und Seminare halte. Ich hoffe, Du hast dafür Verständnis und bleibst mir trotzdem als treuer Leser erhalten. Ich danke Dir für Deine Geduld.
Namaste.
Deine Judith Becherle

Fotos: pixabay
und privat mit der Leiterin der Krebsberatungsstelle Sigmaringen Annette Hegestweiler

Ernste und heitere Erlebnisse und Gedanken über Kinder, Mütter und Väter

Anlässlich Mutter- und baldigem Vatertag möchte ich Euch heute meine Gedanken schreiben aus meinem eigenen Erfahrungsschatz als Kind, als Mutter und als berufliche Lebensberaterin für Mütter und Väter.

Zum Einen finde ich es sehr schön, wenn es einen Anlass gibt, den Menschen Danke zu sagen, die einem das Leben geschenkt haben. Dabei fängt es aber schon an, dass es nicht selbstverständlich ist. Ich sehe sehr häufig in meiner Praxis erwachsene Kinder, die ungewollt waren… Aber sie dürfen leben und hatten dann häufig das Glück, doch nach der Geburt angenommen und geliebt zu werden. Allerdings nicht immer. Einige durften/mussten zu Pflegeeltern. Fühlte sich das Kind angenommen und geliebt? Wenn ja, von wem?

20170514_161544

Sind wir uns dessen bewusst, wenn wir selbst Eltern sind, wie wichtig es ist, dem Kind das Gefühl zu geben, dass es geliebt wird, wie es ist? Dass wir jederzeit zuverlässig da sind und es trösten,  versorgen, beknuddeln, aber auch konsequent liebevoll Grenzen setzen? Wenn es uns vielleicht mit viel Geschrei oder Kruppanfällen oder Notarzteinsätzen schlaflose Nächte kostet? Die Küche in Brand setzt, mit dem Kopf in den Gitterstäben des Balkons steckenbleibt oder fast an einer Haarspange erstickt, die es aus Versehen verschluckt hat? Ein kleiner Auszug aus den Erlebnissen mit meiner heute 15jährigen Tochter… RTL hätte mit uns eine spannende Dokusoap gefüllt. Notärzte im Ausland gehörten standardmäßig zum Urlaub dazu. Noch nicht erwähnt, die schwere Neurodermitis von ihr als Kleinkind, die ich irgendwann, nach schulmedizinischem Cortisonfrust und schulterzuckenden Heilpraktikern und Studium vieler Alternativliteratur, ohne „Fachleute“ bei ihr weg bekam.

Als sich bei meiner jüngeren Tochter die Allergien herausstellten, war ich schon erfahrener, drum konnte ich hier schneller die passenden Alternativlösungen zu vorgeschlagenen (eigentlich nur für Erwachsene zugelassenen) starken Cortisonpräparaten finden.

Grundsätzlich bin ich dankbar für diese Kinder- Geschenke. Dankbar bin ich auch für die Lebensverhältnisse, die ich meinen Kindern ermöglichen kann. Und dass ich, trotz teilweise sehr heftiger Pubertätskonflikte, stolz auf ihre Entwicklung sein kann. Welche Resilienz und Sozialkompetenz sie sich erwerben. Wie bescheiden sie sind und verzichten können und wie sie zu schätzen wissen, was sie haben. Wie sie mit anderen Menschen mitfühlen. Wie sie mir immer wieder ihre Liebe und Dankbarkeit zeigen. Was gibt es Schöneres?

20170514_155215Ich bin dankbar, was meine Eltern mir nach ihren Möglichkeiten ermöglicht haben, dass ich sie noch haben darf und wie sie ihr Alter meistern. Ich bin ein “ Papakind“. Er war viel unterwegs, aber er hat mir Knuddeleinheiten und Verständnis gegeben, die ich als Kind brauchte. Er hat mir seinen Humor, Kreativität, (seelsorgerisches) Talent zum Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenslagen 😉 und als Seminarleiter vererbt. Mit ihm als ehemaligem Domchorknaben konnte ich stundenlang die Comedian Harmonists aus vollster Kehle singen oder Walzer im Wohnzimmer tanzen. Am schönsten war es, mit dem Trabbi über löchrige Strassen ins Grüne zu fahren und „Wochenend und Sonnenschein“ zu singen. Oder bei Bekannten, die einen Fernseher besassen, über Loriot und Louis de Funes zu lachen. Loriots Sketche nahmen wir gemeinsam mit einem alten Tonband auf. Meine Kindergeburtstage waren wegen Papas Zauberkunststücken und artistischen Einlagen begehrt. Geärgert habe ich mich über ihn für das ständige rausschmeißen bei „Mensch ärgere Dich nicht“. Ich hatte gegen ihn keine Chance. Grundsätzlich bin ich so dankbar für diese Erfahrungen, sie sind so wertvoll für eine Kinderseele. Von beiden Eltern habe ich wohl auch Resilienz und Musikalität geerbt. Meine Mutter war sehr fleissig und organisierte immer tolle Wochenend-/Campingausflüge ins Grüne, lud sehr viel Besuch und meine (Halb-)Schwestern sowie deren Halbschwester ein. Wir Schwestern besuchten mit meinen Eltern alle Berliner Museen und Konzerte und verdrehten die Augen über soviel Kultur :-)… Meine Mutter  war ausgesprochen gastfreundlich. Sie erzog mich früh zur Selbständigkeit. Meine Mutter erlitt viele Verluste und Schicksalsschläge, war viel krank. Meine Mutter hat sich viele Sorgen um mich gemacht, da ich auch einiges Talent hatte, ihr „außergewöhnliche“ Erfahrungen zu bescheren. Die harmloseste war das Ende unserer Schulabschlussfeier in unserer Berliner Wohnung, bei der ich mit den (angetrunkenen) Jungs als einziges Mädchen nachts durch die dunkeln Hinterhöfe Berlins zog und wir kurz vor meiner Haustür von einer Clique überfallen wurden. Ich vergesse nie (und sie wohl auch nicht), wie unsere ganze Wohnung… Fussböden, Betten, Couchen mit verletzten Jungs voll lagen, bis Polizei und Notarzt eintrafen. Dezenterweise wurde ich als Einzige verschont und konnte Hilfe holen :-). Ich danke Gott und meinem Schutzengel. Der erhält irgendwann mal eine Prämie, er hat wirklich schon deutlich mehr als bei anderen Menschen leisten müssen und mir sind schon ganz viele Leben geschenkt worden. 😉 Dafür bin ich auch immer wieder dankbar. Ich hab mir Resilienz erwerben müssen und brenne heute dafür, andere vom Leben gestresste und gebeutelte Menschen in ihren besonderen Lebenssituationen Mut zu machen, durchzuhalten, sie in einen neuen Lebensabschnitt mit mehr Resilienz und neuer Lebensqualität zu begleiten. Es gibt für mich nichts Schöneres als diese strahlenden Augen und Dank beim Abschied und ab und zu Bewertungen auf jameda.

Welchen Einfluss haben wir auf (unsere) Kinder?

Wir legen die Basis in unsere Kinder. Genetisch, Werte, Gedanken, Überzeugungen. Dessen sollten wir uns bewusst sein. Welchen Nährboden bereiten wir? Das Kind bildet aufgrund seiner Erfahrungen und Veranlagungen seine Persönlichkeit aus und nun ist die Frage, wie es mit den äußeren Einflüssen umgeht. Wir können nicht alles beeinflussen. Dem Kind nicht alles ersparen und abnehmen. Unser Einfluss wird immer begrenzter gegenüber Medienkonsum und Freundeskreis. Auch auf die Gesundheit des Kindes haben wir verschieden stark Einfluss. Und v.a. sollten wir uns immer wieder bewusst sein, dass unsere Kinder mehr von Beobachtungen unseres Verhaltens, als von unserer Erziehung lernen…

Ein Kind, das laufen lernt, fällt immer wieder hin und steht unverdrossen wieder auf und versucht von Neuem , laufen zu lernen. Das Kind glaubt an sich, es zweifelt nicht daran, dass es das schaffen wird. Das Kind lebt anfangs ein emotionales Leben.

20170514_155140Dann entwickelt es mit zunehmendem Alter sein Ich-Bewusstein, kommen seine Erfahrungen, die Wertungen aus der Umwelt, die es  prägen (und ihm sein gesundes Selbstvertrauen beschneiden können). Je öfter nun das heranwachsende Kind oder der Jugendliche im Leben „stolpert“ und wieder aufstehen muss, umso mehr könnte er anfangen, an sich zu (ver-)zweifeln. Resilientere Menschen glauben weiter an sich, entwickeln gesunden Selbstwert und Selbstliebe. Weniger Resiliente nicht… Gerade auch bei den Klienten in meiner Praxis zwischen 20 – 30 Jahren beobachte ich eine zunehmende Unsicherheit und mangelndes Selbstwertgefühl. Aber das Gute ist: durch die Neuroplastizität können es ALLE entwickeln.

Die Auswirkungen von wenig Resilienz und Erziehungsschwächen

Die eigene Persönlichkeit UND ein Umfeld mit einer stabilen vertrauensvollen Bezugsperson spielen eine riesige Rolle. Ich habe Klientinnen, die locker bei GNTM mitmachen könnten. Allerdings nur vom Äußeren. Im Inneren haben sie  ein schlechtes Selbstwertgefühl… Und zu wenig Selbstvertrauen. Ängste, Unsicherheiten… Diese Klientinnen kommen manchmal aus schwierigen Elternhäusern, die ihnen eine gesunde Entwicklung unmöglich machten. Die zu wenig Kind sein durften, zu wenig geliebt und wertgeschätzt wurden. Sich schuldig fühlten. Aber nicht immer. Ich bestätige die Annahme von Neurologin Croos-Müller, dass u.a. auch zuviel Wohlstand und zuviel äußere Sicherheit eine gute Resilienzentwicklung bei Kindern verhindern können. Ich sehe immer mal Klienten, die so behütet wurden, dass sie mit den kleinsten normalen Konfliktsituationen in einer Partnerschaft oder schulischem oder beruflichem Leistungsdruck überhaupt nicht umgehen können. Veit Lindau spricht auch von Luxusproblemen in der heutigen Zeit. Die amerikanische Familientherapeutin Mogel schildert selbstunsichere und ängstliche kids und teens, die durch ständige Intervention und gutgemeinte Hilfe ihrer Eltern nicht gelernt haben, selbst Probleme zu lösen, aus Fehlern zu lernen, Enttäuschungen zu verkraften.

Ich sehe immer mehr Erziehungsunsicherheiten, die bewirken, dass den Kindern zu wenig Grenzen gesetzt und zu viele Wünsche erfüllt werden, wo teilweise im wahrsten Sinne des Wortes kleine Tyrannen heranwachsen, wo Kindergarten-Kinder mit den Eltern auf einer Stufe stehen, ihren Kopf durchsetzen, sich die Eltern für alle Entscheidungen vor ihren Kindern rechtfertigen müssen…

20170514_155325

Meine Wünsche für Eltern und Kinder

Ich wünsche allen Eltern, dass sie liebevolle, gesunde Grenzen setzende Eltern sein können und allen Kindern, solche Eltern haben zu dürfen. Lassen wir den Kindern Freiheiten, sie selbst zu sein, Erfahrungen sammeln. Aber mit dem nötigen Schutzraum. Ich weiss, wie mir auch manchmal das Herz blutet, durch was meine Kinder hindurch müssen. Aber ich weiss nicht, was das Leben noch bereithält für sie, wie sie sich noch bewähren müssen. Wann sollen sie es lernen, wenn nicht jetzt? Wir wachsen alle an unseren Aufgaben. Und wir sollten uns von dem Druck befreien, Super-Mama oder Super-Papa sein zu müssen. Unsere Kinder müssen keine nie rebellierenden Super-Kinder sein, auch wenn es für uns als Eltern deutlich bequemer wäre. Oder wollen wir sie zu überangepassten Menschen erziehen, die sich nicht trauen, eine eigene Meinung zu äußern oder auch mal gegen den Strom zu schwimmen, sich gegen Gruppendruck abgrenzen zu können?

Machen wir es wie Astrid Lindgren sagt:

„Man kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln.“

Liebevoller Umgang und Streicheleinheiten und positives Feedback (neben notwendiger erzieherischer Kritik) erzeugen positive Gefühle, wirken für unsere Kinder physisch und psychisch stabilisierend und heilend. Geben wir unseren Eltern und Kindern Liebe, so wie sie sind.   Und machen wir die Welt dadurch ein bisschen wärmer.

Keine Eltern, keine Kinder?

Und was ist mit den Kinderlosen? Wieviele Erwachsene haben heute vielleicht Kummer, weil sich ihr Kinderwunsch (noch?) nicht erfüllt hat? Wieviele könnten tolle Eltern für einsame traurige Kinder(heim)herzen sein, wenn die Hürden zur Adoption nicht so furchtbar bürokratisch hoch wären? Und auch wenn es nicht sein soll, dann können sie trotzdem etwas Gutes tun, es gibt so viele Möglichkeiten, heute zwischenmenschlich Gutes zu tun. Sie werden viel zu selten genutzt…

Und die, die nie in den Genuss von Eltern oder Großelternliebe kommen durften, ihre leiblichen Eltern nie kennenlernen konnten oder früh verloren, denen sende ich heute einmal ein ganz besonderes Licht der Wärme und Zuwendung, Ihr seid nicht vergessen. Ich wünsche Euch von Herzen, dass Euren Lebensweg viele Menschen säumen, denen ihr wichtig seid, die Euch Nächstenliebe zuteil werden lassen und dass Ihr selbst Euch wertschätzt und vielleicht auch etwas an Andere weitergeben könnt.

Alles Liebe für Alle.

Namaste

Judith Becherle

Bilderquelle: privat