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Raus aus dem Gedankenkarussell – Rein in die Entspannung

Kennst Du das? Ängste, Sorgen, Zweifel… negative Gedanken über Zukunft, Gegenwart oder Vergangenheit drehen sich mit einer Endlosschleife in Deinem Kopf. Du kannst nicht abschalten. Du weisst, dass Du die Situation, um die es in Deinen Gedanken geht, jetzt gerade nicht lösen kannst oder sie vielleicht schon lange vorbei ist. Und Du schaffst es nicht, Kontrolle über Deine Gedanken zu gewinnen.
Das Einzige, was vielleicht zeitweise hilft, ist fernsehen, Bier oder Wein, ein üppiges Essen, die Zigarette oder Schlaftablette…. Damit hast Du vielleicht unangenehme Gedanken und Gefühle erstmal betäubt, aber sie kommen wieder…
Und nun?

Meine Tips zum abschalten
Das Zauberwort heißt: Loslassen. Das Thema wechseln. Sich mit anderen Dingen befassen. Manchen fällt das in einer anderen Umgebung leichter. Aber es kann Dir auch in der gewohnten Umgebung gelingen. Immerhin handelt es sich um Deine Dir innewohnenden Gedanken und die nimmst Du überall hin mit. Das Glück, die Ruhe, die Liebe liegt in DIR. Nicht außerhalb von Dir, auch wenn Viele das meinen.
Jetzt stöhnst Du vielleicht, dass Du das schon lange weisst, aber… es geht halt nicht. Es ist auch wirklich nicht einfach, wenn man sehr belastet und gestresst ist. Aber das Gute ist, es ist MÖGLICH. Du kannst es VERÄNDERN.
Du kannst Dich entscheiden, wie in der Meditation, einfach nur einmal neutral zu beobachten, wahrzunehmen, ohne Wertung. Achtsam zu sein. Deine Aufmerksamkeit bewusst zu steuern. Sie zu lenken. Die Dinge einfach mal zulassen und akzeptieren.
Du kannst Deinen Atem wahrnehmen.
Atme einfach einmal tief durch. Nimm 10 ruhige und tiefe Atemzüge. Dies versorgt Dich mit Sauerstoff. Hilft den Kopf frei zu machen.
Du kannst Tagebuch schreiben.
Schreibe Dir alles von der Seele. Wie befreiend das Schreiben ist, hat man sogar in Studien nachgewiesen.
Du kannst den Gedankenstop anwenden.
Wenn Du bemerkst, dass Du Dich im Grübelkreislauf befindest, sage laut oder in Gedanken Stop. Denke dann an etwas Schönes, Entspannendes, Beruhigendes oder gehe zu einer Aktivität über, die Du magst. Z.B. tanzen, singen, Deinen Lieblingshit anhören.
Du kannst auf Distanz gehen, im wahrsten Sinne des Wortes. Verlasse das Haus, führe den Hund aus, spaziere oder jogge irgendwohin. Fülle Dich mit anderen neuen Eindrücken.

Schöne weitere Anregungen findest Du bei Thomas Hohensee „Gelassenheit beginnt im Kopf“.
Aber auch auf meiner CD mit verschiedenen Entspannungsübungen, in die Du hier hineinhören oder sie auch hier erwerben kannst Klicke hier
Oder bei mir in meiner Praxis oder auf einem meiner Seminare.

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Was stört Dich beim Umsetzen dieser Tips?
Vielleicht befindest Du Dich gerade in einer Lebenskrise, Dich blockieren grundsätzliche Einstellungen/ Glaubenssätze oder Probleme. Dann suche Dir jemand, der mit Dir diese Glaubenssätze entlarvt und lerne Sie zu korrigieren. Dich gedanklich zu entstressen.

Vielleicht hast Du Dir einfach zuviel in Deinem Alltag aufgeladen, Dir fällt es schwer , neinzusagen. Du gehst regelmäßig über Deine Grenzen, egal, ob beruflich oder privat. Gönnst Dir immer weniger Pausen, weil vorher noch soooo viel zu erledigen ist.

Du stehst vor schwierigen Entscheidungen, großen Veränderungen in Deinem Leben, die Dir Druck und Angst machen, da Du mit einer Unsicherheit leben musst, wie sie ablaufen werden. Willst natürlich, dass alles so optimal wie möglich verläuft. Alles unter Kontrolle haben. Und kommst vor lauter Planung und Abwägung und Vorbereitung nicht ins Handeln.

Wenn Du das Gefühl hast, mit meinen Tips das Grübeln nicht beeinflussen zu können, Dich immer schlechter fühlst, zurückziehst, Nichts mehr auf die Reihe bekommst, immer weniger schläfst, Ängste und Panik entwickelst…. dann suche Dir professionelle Hilfe.

Ich bin gern für Dich da.
Und wünsche Dir ein entspanntes Abschalten mit meinem Video. Dort zeige ich Dir einen Trick, wie Du bei Entspannungsübungen Deine Gedanken loslassen kannst.
Deine Judith Becherle

Misserfolg hat der, der aufgibt

Heute darf ich Euch Kirsten Reimer vorstellen. Wir hatten einen wunderbar sympathischen Austausch, da wir viele Parallelen in unserer Denk- und Handlungsweise und bei unserem Klientel entdeckt haben. Und uns entschlossen haben, Euch die Chance zu geben, mit uns gemeinsam an einem Wochenende neue Energie zu tanken. Aber bekanntlich kommt das Beste zum Schluss ;-).

Seit 2 Jahren lebt Kirsten, 51 Jahre jung, ihre Berufung als Expertin für mentaler Stärke in der Privat-Business-Balance, Mentorin für Frauen auf der Überholspur und Rednerin.
Dankbar ist Kirsten vor allem ihrer Mutter, die ihr mit sehr wenig sehr viel ermöglicht hat. Unterstützt wurde sie auf ihrem Weg von Familie, Freunden und Gleichgesinnten, ihren Coaches.
Besonders stolz ist Kirsten darauf, ein Kind in die Eigenständigkeit begleitet zu haben und auf ihre innere und finanzielle Freiheit. Weiter sich selbst mit allen Stärken als auch Schwächen annehmen zu können und seit 2 Jahren ihren Traum der Selbständigkeit zu leben. Mit 50 Jahren hat sie ihre Yogalehrerprüfung geschafft. Auf ihrem persönlichen Erfolgsweg hat sie viele Hindernisse und Ängste überwunden. Misserfolg hat in Kirstens Augen der Mensch, der aufgibt. „Wir scheitern uns nach oben“. Geholfen haben ihr dabei Selbstreflexion, Fleiss und der Glaube an sich selbst.
Hilfreich ist Kirsten auf ihrem Weg sicher auch ihr Urvertrauen, dass wir alle Glückskinder sind. Glück liebt Hartnäckigkeit und ist kein Zufall, sondern ein Entschluss laut Kirsten. Im Gespräch spürt man ihre positive Denkweise, Gelassenheit und Herzenswärme. Kirsten wendet ihre eigene Methode KIREIBO an. Diese Mindbodymethode beinhaltet unter anderem regelmäßige Affirmation und NLP, Meditation (Beten) Yoga und Bodytalk. Visualisierungen (Vorstellungen in Bildern) empfindet sie als sehr wirkungsvoll. So schafft sie immer wieder, in herausfordernden Situationen gelassen zu handeln, in die Freude zu gehen, tiefe Zufriedenheit und Mit-sich-Einssein zu erreichen. Kirsten hat gelernt, mehr auf das fühlen zu hören, früher zu handeln, weniger zu denken.

Was würde Kirsten Anderen für ihr Ziel, ihren Traum raten?
Nicht nur träumen, sondern handeln. Über das Tun entsteht der Weg. Die Motivation, die Dich durch die Durststrecken bringen, ist dabei die Frage nach dem eigenen Warum. Wichtig ist gleichzeitig, die eigene körperliche Verfassung zu kräftigen. Dabei betont sie immer wieder, wie wichtig es ist, sich selbst, also seine Bedürfnisse und Werte zu kennen. Der Schlüssel zu Allem liegt in der Selbsterkenntnis. Im Selbstbewusstsein und im Bezug zum eigenen Körper. Weiter in der Reduzierung von Ablenkungen, Glaubenssätzen, da man sich nur in der Ruhe die wirklich wichtigen Dinge geschehen.
Kirsten empfiehlt, bei fehlendem Urvertrauen, Selbstbewusstsein oder tausend Aufschiebegründen, Lebensratgeber zu nutzen oder, wenn es schneller gehen soll, einen Coach zu buchen.

Als Geheimtip und inspirierende Aufgabe empfiehlt sie daher,
sich jeden Tag 15 Minuten an einen stillen Platz zu setzen und sich zuzuhören, was man sich selbst zu sagen hat. Über sich, die anstehenden Herausforderungen und die herbeiführbaren Lösungen. Diese Gedanken dann aufzuschreiben. Wenn du es regelmäßig machst, sagt sie, wirst du Erstaunliches wahrnehmen…

Kirsten ist die Expertin, wenn Du dringend Superkräfte für Dich und Dein Business brauchst. Sie bringt Dich in Deine ureigene Kraft – mental und körperlich – und lässt Dich bei Dir selbst ankommen. Ihre eigene Methode KIREIBO verbindet östliche Weisheiten mit der modernen Wissenschaft. Sie ist ganzheitlich ausgerichtet und hilft Dir auf dem Weg in ein freies gesundes authentisches Leben und in ein Business, mit dem Du das verdienst, was Du wert bist.
Du findest Kirsten hier: www.kirstenreimer.de

Vielleicht hast Du auch Lust, von unserem Seminar – Angebot zu profitieren:
Kirsten Reimer und Judith Becherle
Auszeit- neue Energie in der Stille tanken
Komm bei dir an und entdecke mit uns Deine innere Kraftquelle!

Lerne neue Entspannungstechniken und los zu lassen, was dich stresst.
Von Freitag, den 14. Oktober bis Sonntag 16. Oktober 2016 geben wir ein Schweigeseminar für mehr innere Stärke im Seminarhotel Seidenbuch (Klicke hier). Wenn du Interesse daran hast, schreibe an kontakt@herzjuwel.com
.
Wir freuen uns auf eine Begegnung mit Dir!
Deine Judith und Kirsten

Durch Bewegung innen und außen zur Ruhe kommen

Kennst Du diese Gefühle von Körper, Geist und Seele bei Stress?
Rennst Du auch im Stechschritt durch Deinen Alltag? Fühlst Dich dauernd in Stress und Hektik und fällst abends erschöpft auf die Couch?
Stress stört die normale Funktion des Gehirns und verursacht u.a. eine Abnahme der Produktion des Glückshormons Serotonin. Ein Serotoninmangel beeinflusst nicht nur unser inneres Glücksgefühl, sondern spielt auch eine Rolle bei Migräne, Schlafstörungen, Angst, Depression, Gereiztheit etc..
Was nimmst Du in stressigen Zeiten außer Erschöpfung, hohem Puls, eventuell Kopfweh/Migräne, chronischer Müdigkeit noch wahr von Deinem Körper? Fällst Du sogar in ein Loch, in Leere? Klienten mit Burnout und/oder Depression kennen diese Gefühle zu gut. Alles wird zuviel. Auch, sich noch extra zu bewegen. Sie kommen einfach nicht hoch, von der Couch, aus dem Bett, es fällt immer schwerer. Alltagsdinge kosten plötzlich enorm viel Kraft.
Häufig beschreiben mir Klienten das Gefühl „ich spüre mich nicht mehr“. Körperempfindungen, Gefühle sind wie versteinert oder sie können diese nicht steuern, fahren eine emotionale Achterbahn, brechen immer wieder in Tränen aus. Das fehlende Gleichgewicht zeigt sich innen und außen. Sie sind nicht mehr in ihrer Mitte. Haben sich irgendwo auf ihrem stressigen Weg verloren.

4 Möglichkeiten, bewegt Ruhe und Energie zu finden
Hast Du solche Erfahrungen gemacht? Oder willst auf jeden Fall solche Erfahrung vermeiden? Egal, wo Du stehst in Deinem Leben. Moderate Bewegung und Achtsamkeit zu zelebrieren ist wunderbar wirksam. Ich stelle Dir 4 wirksame bewegte Möglichkeiten, um stressbedingten Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu bewältigen, vor:
• Gehmeditation
• Bewegte Meditation
• Yoga
• Entspannungsverfahren
Alle vorgestellten Möglichkeiten können allein oder in der Gruppe, häufig auch im Freien durchgeführt werden.
Der Schwerpunkt dieses Artikels liegt auf dem Kennenlernen der Gehmeditation.

Achtsam und langsam: Die Gehmeditation
ist eine grundlegende Praxis der Achtsamkeit (fokussierte achtsame Körperarbeit). Sie kann im Freien oder in geschlossenen Räumen geübt werden. Im Video stelle ich diese Methode für das Gehen im Freien vor.
Buddha praktizierte täglich Gehmeditation. Sie unterstützt, ins emotionale Gleichgewicht zu kommen und sich zu erden.
Die Aufmerksamkeit Deines Geistes liegt bevorzugt auf dem Gehen und der Atmung und einem lächeln. So können ständige Grübelschleifen durchbrochen werden. Jeder Schritt, der bewusst getan wird, bringt die Gedanken zur Ruhe. Gehe langsam und verbinde Dich bewusst mit Deinem Atem. Du kannst auch beachten, was Dir im Freien am Wegesrand auffällt, aber bleibe immer mit Deiner Wahrnehmung mit Deiner Atmung verbunden. Wenn Du Dich an der Natur um Dich herum erfreust, fällt es Dir leichter, beim gehen dankbar zu lächeln.
Gut ist natürlich, wenn Du barfuss gehst. Dies geht besonders gut in einem geschützten Raum.
Ziehe die Schuhe, ggf. auch die Strümpfe, aus.
Deine Achtsamkeit liegt auf dem Kontakt Deiner Füße mit dem Untergrund. Spüre diesen bewusst.
Beginnen nun mit dem ersten Schritt, indem Du ganz bewusst den rechten Fuss anhebst, nun die Ferse des rechten Fußes absetzt, gefolgt vom mittleren Fußteil und den Zehen („abrollen“).
Spüre bewusst diese Abrollbewegung des Fusses.
Wenn der ganze rechte Fuß den Boden berührt, verlagere Dein Gewicht auf den vorderen rechten Fuß, der linke Fuß bleibt solange noch am Boden. Erst wenn das Gewicht vollständig auf dem rechten Fuß lastet, löse ganz bewusst den linken Fuss vom Boden, führe das Bein nach vorne, setzen die linke Ferse ab und machen den nächsten Schritt wie oben beschrieben.
Die langsame stetige Bewegung wird nun für 10 Minuten fortgesetzt. Ändere hin und wieder Deine Richtung.
Auch ist es möglich, die Schritte am Atemrhythmus zu orientieren. So kannst Du mit jeder Ausatmung den Fuß abrollen.

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Bewegte Meditation
In Europa ziemlich bekannt ist die bewegte Osho Meditation siehe auch http://www.osho.de/meditationen/dynamische-meditation/.
Ich persönlich bevorzuge bei meiner Arbeit die deutlich sanftere Herz- Chakra- Meditation, bei der bestimmte Bewegungsabläufe zu einer speziellen Musik in alle 4 Himmelsrichtungen „getanzt“ und dann zu einem Kreis geschlossen werden. Abschließend wird im Liegen die Musik gehört und genossen. Für „Anfänger“, die sich nicht vorstellen können, sich einfach hinzulegen und ruhig zu werden, ist diese Meditation ideal. Sie erzeugt ein harmonisches Ganzheitsgefühl für Körper und Seele. Je mehr man innerlich ins Gleichgewicht kommt, umso leichter fallen einem die gleichförmigen Bewegungsabläufe. Und umso mehr geniesst man sie, sogar mit geschlossenen Augen. Der gleichmäßige Beat wirkt wunderbar harmonisierend auf die Atmung. Und auf das Herz, das Gefühlsleben.

Yoga
Yoga ist ein ganzheitliches Übungssystem, welches auf Körper, Geist und Seele wirkt. Yoga besteht aus
• Yogastellungen (Asanas)
• Atemübungen (Pranayama)
• Entspannung (Shavasana)
• Meditation und positivem Denken.
Dass die Übungen aus dem Yoga
• harmonisieren,
• Stress abbauen,
• energetisieren,
• stressbedingte Symptome reduzieren,
• zu innerem Frieden führen…,
bestätigen und dokumentieren wissenschaftliche Studien.
Die Wechselwirkung zwischen innerem und äußerem Gleichgewicht, die sich gegenseitig beeinflussen, wird bei den Yogaübungen deutlich spürbar. Entsprechend fallen einem Gleichgewichtsbetonte Übungen leichter oder schwerer.
Inzwischen gibt es ganz viele Formen von Yoga. Wenn Du Dich näher informieren willst, empfehle ich Dir http://www.yoga-vidiya.de.

Entspannungsverfahren
wie Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training sind ebenfalls in wissenschaftlichen Studien als Präventionsmethoden anerkannt. Werden aber auch therapeutisch eingesetzt. Ab einem gewissen „Tiefpunkt“ der Stimmungs- und Empfindungslage, wird eher zum aktiven Verfahren der Progressiven Muskelentspannung geraten. Durch gezielte aktive An – und Entspannung einzelner Muskelgruppen, lässt sich ziemlich schnell die Körperwahrnehmung schulen. Das bestätigen auch meine Erfahrungen.
Sehr schwer depressive Menschen laufen Gefahr, bei einem eher passiven „bewegungslosen“ Entspannungsverfahren wie dem Autogenen Training erst Recht nicht mehr in Schwung zu kommen und sollten deshalb die aktivere Muskelentspannung bevorzugen. Oder erstmal das vereinfachte Innovative Autogene Training nach Else Müller ausprobieren.
Wer einen Einblick in diese verschiedenen Entspannungsverfahren gewinnen und außerdem meine beliebtesten Tiefenentspannungen genießen will, kann sich hier meine CD mit Maximaler Länge von 78 Minuten zum besonders günstigen Preis bestellen Klicke hier

Ich habe was für Dich:
Wer verschiedene der hier vorgestellten Verfahren einmal persönlich geniessen und in wunderschönem Ambiente zur Ruhe kommen, Stille genießen und Kraft schöpfen will, dem empfehle ich mein Videointerview nächste Woche mit einem speziellen Seminarangebot.
Lass Dich überraschen. Es wird nicht viele Plätze geben, deshalb merke Dir den Erscheinungstermin nächsten Freitag, 15.4.16 schon einmal vor.
Deine Judith Becherle

Sportler und Trainer im Umgang mit Krankheit und Verletzung

Was haben Enke, Miller, Rangnick, Deisler…. gemeinsam? Auf ihnen lastete ein enormer Druck verschiedenster Art…. Von außen und von innen… Früher oder später kamen sie deshalb wegen Burnout und/oder Depression in die Schlagzeilen. Prominente Sportler haben es trotz guter Behandlungsmöglichkeiten nicht leicht. Outen und für eine „Seelen-Therapie“ länger auszufallen? Da steht viel auf dem Spiel: Vertrag, Ansehen, Ruhm, grundsätzlich die Zukunft….
Was hat das mit dem Trainer zu tun? Nicht nur der Sportler, auch der Trainer hat ziemlich großen Einfluß auf das Befinden seiner Sportler. Positive Beispiele gibt es später im Text.
Was hat das mit mir zu tun? Ich arbeite u.a. mit Sporthypnose und wurde von Soccathletix zu einer Blogparade eingeladen.
Deshalb bekommst Du heute Hinweise zu
• Umgang mit Kindern,
• Vermeidung von Überlastung und Verletzungen bei Kindern,
• Ultimative Tips des Umgang mit Erkrankungen und Verletzungen durch Sportler, Trainer, Mannschaft, Mentaltraining und Sporthypnose,
• Burnout und psychischen Erkrankungen bei Sportlern,
• Selbstmanagement für Trainer.

Checke Deinen Umgang mit Kindern
Speziell für Kinder ist viel psychologisches Geschick, Einfühlungsvermögen und Motivationskunst des Trainers gefragt.

Ein Trainer sollte außerdem
• motivieren können, an die eigene Leistungsgrenze heranzugehen,
• spielerisch Techniken und Wissen vermitteln,
• Fehler sachlich analysieren.
• Nicht bestrafen, lautwerden oder vor den Kameraden bloßstellen.
• Stattdessen helfen, über Misserfolge und v.a. über Verletzungsausfälle hinwegzukommen. (1)

Das Training sollte kindgerecht gestaltet sein. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie befinden sich in einem natürlichen Wachstums- und Reifeprozess, der je nach Alter und Geschlecht berücksichtigt werden sollte, um kurzfristig und langfristig gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Klicke hier

Kinder dürfen nicht jeden Tag trainieren, vor allem brauchen sie in den Wachstumsphasen längere Pausen. Professor Peter Schmittenbecher meint, dass manche Trainer und Sportlehrer nicht wissen, wie sie Hochleistungssport treibende Kinder und Jugendliche vor Überlastungsschäden schützen können.

„Die kann es da schon geben, wenn zu intensiv trainiert wird, wenn keine Pausen gemacht werden, wenn immer der gleiche Bewegungsrhythmus gemacht wird, da gibt es Überlastungsschäden durch kleine Mikroverletzungen, die sogenannten Mikrotraumen, die führen zu einem Schmerz, die führen zu einer Entzündung und die können sogar zu einer Degeneration führen.“ (2)

Bei Sportverletzungen stellen Kinder deshalb eine besondere Risikogruppe dar. Skelettentwicklung und Muskelkoordination sind durch das Wachstum besonderen Herausforderungen ausgesetzt: das Wachstum tritt in Schüben auf, Hebelverhältnisse verändern sich und eine schnellere Skelett- als Muskelentwicklung birgt die Gefahr von Koordinationsstörungen.(3)
Das „seelische Verletzungsrisiko“ schon ab Kindesalter angesichts Leistungsdruck, Wettbewerb, jedes Wochenende ein Turnier/Spiel, wer darf spielen oder nicht?… würde hier den Rahmen sprengen.

Ultimative Tips des Umgangs mit Verletzungen und Erkrankungen
1.1. Seitens des Sportlers
Verletzungen sind im Sportlerleben Alltag. Laut Dr. Markus Klingenberg sind 20% aller Unfälle in Deutschland Sportunfälle (2). Bei Verletzungen sollte immer das Zusammenspiel von Körper, Psyche und Umwelt berücksichtigt werden. Es handelt sich nicht nur um den Fakt der körperlichen Diagnose, der Schmerzen und Sportpause. Es sind automatisch Sorgen damit verbunden. Um die Dauer der Regeneration, um die Auswirkungen für die Zukunft, die Reaktionen des Umfelds. Und natürlich Ärger, Wut, Verzweiflung, Frust, Angst oder Resignation. Bis hin zur depressiven Stimmungslage.
Eine Krise nach einer Verletzung kann Leistungssportler in einen „Teufelskreis“ von Wiederholungs- und Folgeverletzungen führen.
Laut Dr. Markus Klingenberg sind ein entscheidender Aspekt der Regeneration neben der körperlichen Heilung auch die mentale Einstellung und der Umgang des Sportlers mit seiner Verletzung.
Dr. Klingenberg empfiehlt u.a. grundsätzlich
• die Akzeptanz der Verletzung
• den positiv vertrauenden Blick in die Zukunft
• eine Analyse der Verletzung, um zukünftige Verletzungen zu vermeiden
• mentales Training der Bewegungsabläufe (siehe auch Sporthypnose)
• klare Rehazielsetzung
• alternatives Training (4).

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1.2. Seitens Trainer und Mannschaft
Neben der Haltung des Spielers ist auch die Haltung des Trainers entscheidend für den Verlauf der Verletzung/Erkrankung.
Ein tolles Beispiel ist da z.B. aktuell Jogi Löws Verhalten zu Boateng nach seiner schweren Verletzung und Ausfall für mindestens 3 Monate: „Ich habe mit Jerome gesprochen und ihm gesagt, dass ich an ihn glaube und er es noch schaffen kann, auf den EM-Zug aufzuspringen… Jerome ist eine Kämpfernatur, er hat den Willen und die Einstellung alles dafür zu tun…“ zeigte sich Löw optimistisch. (5)

Ideal ist, wenn der Trainer
• die Kommunikation mit verletzten Spielern aufrecht erhält,
• ihnen Rückendeckung bietet
• sie weiterhin als Teammitglieder integriert und behandelt,
• keinen Druck erzeugt,
• sondern einfach nur zum durchhalten motiviert
• und positive Zukunftsprognosen äußert. Dabei aber auch realistisch bleibt.(6)

Hier noch ein Fallbeispiel:
Bei Zweitliga-Kicker Benjamin Köhler von Union Berlin wurde in der Wintersaison 2014 ein bösartiger Tumor des Lymphsystems im Bauch diagnostiziert und erfolgreich behandelt. Trotz Erkrankung wurde ihm vom Verein sofort sein Vertrag verlängert und Mannschaft sowie Trainer und Betreuerteam unterstützten ihn mit einer einmaligen ungewöhnlichen Solidaritäts-Aktion. Schiedsrichter Michael Weiner unterbrach nach einigen Minuten das Heimspiel gegen VFL Bochum. Die gesamte Mannschaft drehte sich Richtung Haupttribüne, wo Benjamin Köhler sass. Sie streiften sich T-Shirts mit seiner Rückennr. 7 und seinem Namen über, hielten ein Transparent „Eisern bleiben, Benny“ hoch. Fans hielten ein Banner hoch „Kämpfe Benny und komme zurück“. Köhler war tief berührt. Und arbeitet seit einigen Monaten an seinem Comeback…. (7)

1.3. Durch Unterstützung mit Mentaltraining und Sporthypnose
Grundsätzlich gilt: Krankheit kann verschieden bewertet werden: als Krise, Chance oder sogar Herausforderung. Die je nachdem eher positiven oder negativen Gedanken wirken sich auf den Verlauf der Verletzung/Erkrankung aus… ( Klicke hier ).
Empfehlenswert ist neben Mentaltraining für Sportler (Klicke hier) auf jeden Fall die Sporthypnose und Aktiv-Wach-Hypnose. Sie kann u.a. helfen
die Regenerationsphase abzukürzen ,
durch mentales Training der Bewegungsabläufe eine Fehlbelastung durch Schonung des vermeintlich instabilen Körperteils zu vermeiden,
Wettkampf-Angst und Unsicherheit bei steigenden Belastungen zu vermeiden,
günstiger mit unerwarteten Störungen beim Heilungs- und Regenerationsprozess umzugehen,
sich nach der Verletzung/Erkrankung neu zu motivieren etc.. Klicke hier

Was jeder über den Umgang mit psychischen Krankheiten bei Sportlern wissen sollte
Besondere Sensibilität ist von Trainern beim Erkennen und Umgang mit psychischen Krankheiten erforderlich. Sportler, egal ob groß oder klein, können genau wie die Normalbevölkerung psychisch erkranken.
Folgende Kriterien erhöhen die Gefahr einer psychischen Erkrankung:
• Übertraining
• Verletzungen
• Misserfolge, Niederlagen,
• Konflikte mit dem Trainer/Team/Verein/Verband
• Leistungseinbußen aufgrund des Alters
• Karriereende
• Verlust von – oder Probleme mit Bezugspersonen… (5).

Mögliche psychische Krankheiten bei Sportlern sind Depression, Angststörung, Sucht, Essstörung. Eine Sonderform der Essstörungen ist die (je nach Sportart mehr oder weniger verbreitete) Anorexia athletica.
Da ich die Themen hier im Einzelnen nicht ausführlich ansprechen kann, empfehle ich bei Unsicherheiten, Beratungsbedarf die Beratungshotline „Seelische Gesundheit im Sport“ der Robert-Enke-Stiftung. Klicke hier

Die totale Erschöpfung (Burnout) lässt sich schwer von Depression abgrenzen, geht häufig irgendwann in diese über. Speziell bei Sportlern manifestiert sich Burnout auf drei Ebenen:
• „emotionale und physische Erschöpfung
• Abwertung des Sports
• Sportliche Leistungsunzufriedenheit“. (6)

Wenn negative Veränderungen des Befindens stark und lang anhaltend auftreten, sollten sie Beachtung finden. Bei Auffälligkeiten hinsichtlich Stimmungsverläufen, Befindlichkeit und Trainingsanstrengungen sollten je nach Bereich Sportmediziner, Sportpsychologen oder auch Psychotherapeuten einbezogen werden. Die Deutsche Sporthochschule Köln hat einen Online-Befindlichkeitscheck entwickelt. Hiermit lassen sich frühzeitig Erholungsdefizite, eventuelles Übertraining und Veränderungen der Stimmungslage etc. bei den Sportlern aufdecken (Klicke hier ).

Streichholz
Vergiss Dich selber nicht – Selbstmanagement des Trainers

Als Trainer solltest Du
• Deine eigenen Grenzen genauso respektieren wie die Grenzen Deiner Sportler,
• Zuversicht und Sicherheit ausstrahlen,
• ehrlich und authentisch sein.
• Bei Misserfolgen lösungs- und zukunftsorientiert denken und handeln.
Du bist in Deiner Persönlichkeit also ziemlich gefragt… Gerade junge Sportler orientieren sich stark am Vorbild ihres Trainers. Klar, Du bist ein Mensch wie deine Spieler, hast mal gute und mal schlechte Tage, aber eben auch eine große Wirkung auf Dein Team. Deshalb solltest Du Deine Verfassung und Dein Verhalten immer wieder reflektieren, evtl. auch mit fachlicher Unterstützung.
Auch ohne Verletzung/Erkrankung des Sportlers kannst Du als Trainer nicht die sportliche Leistung, Konzentration und Umsetzung aller besprochenen Strategien deiner Athleten kontrollieren. Du trägst aber die volle Verantwortung. Das erzeugt ziemlichen Stress – und die Gefahr von Burnout und psychischen Erkrankungen auch bei Dir. Deshalb sollte ein Trainer auch für sich selbst auf eine gute Work-Life-Balance achten und seine stresserzeugenden Glaubenssätze einmal genauer unter die Lupe nehmen (Klicke hier).

Wenn es Dir gutgeht, geht es auch deinem Team gut…
Vergiss Dich nicht! Und pass gut auf Dich auf!
Deine Judith Becherle

Quellenangaben:
(1) http://www.kindersport-info.com/kinder-sport-trainer.html
(2) http://www.deutschlandfunk.de/sportverletzungen-bei-kindern-und-jugendlichen.709.de.html?dram:article_id=261914
(3) https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/Chirurgie/kinderchirurgie/Infoletter_15_Sportverletzungen.pdf
(4) www.functional-training-magazin.de/die-heilung-beginnt-im-kopf-mentaler-Umgang-des-athleten-mit-verletzungen/
(5) Schwäbische Zeitung/Sport , 26.1.16
(6) Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt: Kein Stress mit dem Stress
(7) http://www.berliner-kurier.de/sport/1–fc-union/union-berlin-spieler–benny-koehler-besiegt-krebs-22451846#plx1049246726

Bilder von Soccathletix und pixabay

Körper oder Psyche? Wer ist „Schuld“ an der Krankheit?

Ich will niemand verurteilen. Nein. Ich will Mut machen!!! Gib Dich nicht auf! Ich habe es selbst erlebt und bin davon überzeugt, dass wir mit unseren Gedanken mehr bewirken (können), als wir vielleicht wahrhaben wollen. In jeglicher Hinsicht. Nicht nur im Hinblick auf Gesundheit. Heute geht es aber speziell um Gesundheit bzw. Krankheit und beeinflussende Faktoren mit folgenden Themen:
– Entscheide Dich jetzt: Umgang mit Krankheit
– Gesund und schmerzfrei entgegen ärztlicher Prognosen
– Also doch? Körperliche Ursachen für psychische Probleme
– Was hilft? Ursachenorientiert oder Ressourcenorientiert?
– Therapieerfolg?

Entscheide Dich jetzt! Dein Umgang mit Krankheit
Wir können Krankheit als Signal unseres Körpers interpretieren. Als Botschaft, etwas in unserem Leben zu verändern. Ich verstehe Gesundheit ganzheitlich. Krankheit macht uns auf ein Ungleichgewicht von Körper, Geist und Psyche aufmerksam. Fakt ist, unser Leben geht trotz Krankheit weiter.
Nun ist die Frage, was wir aus dieser Tatsache machen? Sie vielleicht verleugnen? Nicht wahrhaben wollen? Oder herunterspielen? Mit ein paar Schmerztabletten verdecken? Fühlen wir uns in der Lage, etwas zu verändern? Können wir eine Erkrankung erfolgreich annehmen? Sind wir überzeugt, dass wir selbst, vielleicht gemeinsam mit Arzt oder Therapeut, etwas erfolgreich an unserem Zustand ändern können? Können wir vertrauen? In uns, unsere Behandler , Gott, das Universum, unser Leben? Wie wäre es mit einer eventuell erforderlichen Veränderung unserer Einstellung zu uns selbst und zu unserem Leben?

Gesund und schmerzfrei entgegen ärztlicher Prognosen
Zuerst mal möchte ich noch einmal betonen, dass ich niemand verurteilen und mit Schuldzuweisungen belasten möchte, weil es ihm schlecht geht, er krank ist, in welche Form auch immer. Wer sucht sich schon bewusst seine Beeinträchtigungen aus? Ich will hier Mut machen: Mut, (sich) nicht aufzugeben.
Wie erklärst Du Dir, dass Menschen mit Bandscheibenvorfällen z.B. mehrfach operiert werden und immer noch nicht schmerzfrei sind? Während andere Menschen mit ähnlichen Befunden schmerzfrei leben? Ich hatte mal eine Nachbarin, immer gut drauf, ein Mensch mit super positiver Ausstrahlung, ihr lachen schallte den ganzen Tag durch die Strasse. Mit ziemlich starkem Buckel. Ohne Schmerzen! Andere mit diesem Rücken hätten nicht mühelos auf den Knien die Wohnung wischen oder den Garten pflegen können.
Wie erklärst Du Dir Dokumente und Berichte über Menschen, die z.B. trotz medizinisch nicht gegebener Überlebensrate gesund wurden? Es müssen gar keine selten Krankheiten oder Carcinome sein.
Ein interessanter Bericht von Vielen ist dieser : Heilung aus eigener Kraft.
Bücher zum Thema „Selbstheilungskräfte aktivieren“ überschwemmen den Markt. Viele kontrovers diskutiert, wie z.B. der Healing-Code. Und trotzdem ist etwas dran. Ich habe persönlich sehr von alternativen Methoden wie Hypnose profitiert (Klicke hier). Und kann Selbsthypnose und andere Verfahren, egal, ob klassische Entspannungsverfahren, EFT, PEP oder wie sie alle heißen nur empfehlen.
Meine Kinder und ich, wir sind ein lebendes Beispiel, welche Erfolge man bei der Behandlung von Allergien und Neurodermitis durch zeitweise Spezialdiäten und Darmsanierungen bewirken kann. Die verwendeten Mittel und Methoden waren so einfach, dass es mir teilweise Schulmediziner nicht glauben wollen/wollten… Aber sie erforderten auch Disziplin. Wer einmal einen Cortisonentzug ohne Rückfall geschafft hat, der weiss , wovon ich schreibe… Und ich wurde ziemlich heftig in meinem Umfeld angegriffen zum Thema Sinn und Unsinn der ergriffenen Massnahmen … Bis zu dem Tag, als die Wirksamkeit sichtbar wurde… Schluss für Cortison etc.. Auch für mich selbst. Wobei ich denke, dass natürlich auch der Glaube an die Wirksamkeit der Massnahmen eine Rolle gespielt hat.

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Also doch? Körperliche Ursachen für Psychische Probleme
Nicht nur die Psyche kann sich negativ auf die körperliche Gesundheit auswirken. Viele wissen nicht, dass psychische Beschwerden umgekehrt auch durch körperliche Ursachen ausgelöst werden können.
Ein ziemlich einflussreiches Organ ist die Schilddrüse. Über-, Unterfunktion, Entzündung derselben kann ein ziemliches Durcheinander in Dein Leben bringen. Egal ob mit depressiven und/oder Angstsymptomen oder noch ganz anderen Beschwerden.
Selbst eine Zahnwurzelentzündung kann zu psychischen Symptomen führen sagt Prof. Kasten, Uni Göttingen.
Hormonstörungen, Nebenwirkung von Medikamenten, Nahrungsmittelallergien, fehlerhafter Vitamin- und Mineralstoffhaushalt etc.… können burnoutähnliche Symptome verursachen (siehe Burnoutakademie). Neurogastroenterologen beschäftigen sich vermehrt mit dem Einfluß vom Darm auf das Gehirn und umgekehrt. Ein Literaturtip ist dazu z.B. GAPS – Gut and psychology Syndrome Klicke hier.
Es gibt heutzutage so viele Diagnosen, immer neue Diagnosen, seltene Erkrankungen… Starke Häufung von Allergien. Echten und „unechten“… Schon mal von Pseudoallergien im Hinblick auf Arzneimittel und Lebensmittelzusatzstoffe gehört? „Pseudoallergie bezeichnet eine Unverträglichkeitsreaktion, die in ihrer klinischen Symptomatik sehr stark einer klassischen allergischen Reaktion („Soforttyp“) ähnelt, allerdings ohne dass eine immunologische Reaktion nachweisbar wäre „ (Wikipedia). Das Thema Allergie bietet schon wieder Stoff für einen extra Blogartikel…

Was hilft? Ursachenorientiert oder Ressourcenorientiert ?
Mir nützen die vielfältigsten Hypnosetechniken nicht viel, wenn mein therapiebedürftiger chronifizierter Angst-Klient trotz Erstaunen über das Erleben eines Trancezustands und eines wunderbaren Entspannungsgefühls an der Wirkung von Hypnose zweifelt. Und, egal ob bewusst oder unbewusst, nicht bei der Ursachenreflexion mitwirkt. Sozusagen der Eisberg unter Wasser bleibt. Kann er mir vertrauen? Will er die Angst wirklich loswerden?? Könnte man es überspitzt formulieren: „Hilf mir, aber ändere nichts“? Diese ambivalente Einstellung begegnet mir im Laufe meines Lebens, egal ob privat oder beruflich, immer wieder einmal. Krankheiten können auch „Vorteile“ haben. Stichwort: „sekundärer Krankheitsgewinn“…
Manche möchten gern schnelle oberflächliche Hilfe, ein Pflaster auf die Wunde, aber den Stachel lieber drin lassen, auch wenn die Wunde eitert, immer wieder aufbricht und nicht zuheilen will. Bloss nicht hinschauen, schnell zudecken. Ja klar, eine Zeitlang kann es auch mit vielen Strategien möglich sein, weiterzuleben, aber solange der Stachel nicht gezogen ist, wird er immer wieder durchdringen und schmerzen. Das ist meine persönliche Meinung. Diese deckt sich nicht unbedingt mit der Meinung von Verhaltenstherapeuten oder Schulmedizinern.
Und natürlich akzeptiere ich, wenn jemand nicht ursachen- sondern nur ressourcenorientiert mit mir arbeiten will. Persönliche Ressourcen zu entdecken, verstärken und nutzbar zu machen, aber auch neue zu erwerben kann unheimlich viel bewirken für den Einzelnen. Und gehört grundsätzlich dazu. Bei tiefliegenden ungünstig dominierenden Glaubenssätzen und konditionierten Erfahrungen reicht es aber nicht unbedingt. Langfristig gesehen wirkt meiner Erfahrung nach rein ressourcenorientierte Arbeit manchmal nicht so nachhaltig und intensiv.
Zusätzlich sind für mich neben der Persönlichkeit und ihrer Resilienz ein unterstützendes soziales Umfeld, gesunde Ernährung, Bewegung bzw. Sport und Regenerierungsphasen/Entspannungsverfahren unheimlich wichtige Faktoren, die einen sehr großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

Therapieerfolg?
Wusstest Du eigentlich schon, dass der Therapieerfolg zu 80% von der Beziehung zwischen Patient und Therapeut und zu 20% von der verwendeten Therapiemethode abhängen soll? Wobei ich mich frage, warum dann immer wieder Patienten nach über 8 – 10 Jahren Psychotherapie von der Wirksamkeit derselben bei ihrem langjährigen Therapeuten überzeugt sind, obwohl ihre Probleme anscheinend unbedeutend oder gar nicht verändert sind?
Andererseits wird manchmal von mir innerhalb von nur einer Sitzung a` 60 Minuten ein passiv erfolgendes „Therapie-Wunder“ ohne eigene aktive Mitarbeit erwartet…?

Last but not least:
Du hast viele Einflussmöglichkeiten, wie die Dinge in Deinem Leben verlaufen. Wenn Du das Gefühl hast, dich trotz aller Anstrengungen im Kreis zu drehen, suche Dir Hilfe.
Gute Gesundheit wünscht Dir Deine Judith Becherle

Erfolg ist kein Zufall

Erfolg ist kein Zufall

Ich habe einen Gastartikel auf SoccAthletix veröffentlicht. Sport und Psychologie – wie passt das? SoccAthletix beschäftigt sich im Blog u.a. damit, was erfolgreiche Trainer anders machen. Da hätten wir sofort die Schnittstelle: diese nutzen u.a. auch Erkenntnisse der (Sport-) Psychologie. Ich bin nicht Professor Dr. Hans-Dieter Hermann, der Psychologe des deutschen Fußballnationalteams. Aber ich helfe als Coach, Beraterin und Therapeutin meinen Klienten schwierige Situationen zu analysieren, Blockaden zu lösen, Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen, Ziele zu setzen und zu erreichen, Stress und Burnout zu vermeiden. Mit Erkenntnissen von Sportcoachs wie Hans Eberspächer, Antje Heimsoeth und Michael Draksal habe ich mein Mentaltraining auf (Fussball-)Sportler und Trainer zugeschnitten und werde es auf meinem eigenen Blog auch als Serie fortführen.
Mentale und Emotionale Stärke sind in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Egal ob im Sport oder in vielen anderen Lebensbereichen. Mentale Stärke ermöglicht Dir, auch in kritischen schwierigen Situationen die Nerven zu bewahren, überlegt zu handeln, weniger gestresst zu sein und alternative Lösungsansätze zu finden. Sie ist nicht nur wesentliche Basis für Deinen Erfolg, sondern langfristig auch für Deine Gesundheit…

Wie denken Sieger?
Von welchem Erfolg träumst DU? Was brauchst Du neben körperlicher Fitness, spieltechnischen Strategien etc. für Deinen Erfolg als Sportler, als Trainer?
Sebastian Schweinsteiger:“ Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft den Titel holt, die einen intelligenten Trainer hat“. (7)

Zitate-Auszug der WM-Spieler und Trainer 2014:
Was verrieten nach dem genialen WM-Sieg Trainer und Spieler über Ihre Denkstrategien?

„Ich habe Mario Götze gesagt: Zeig der Welt, dass Du besser bist als Messi.“
(Bundestrainer Löw über seine Worte an den WM-Siegtorschützen Mario Götze) (8)

„Ein guter Anfang braucht Begeisterung, ein gutes Ende Disziplin.“
(DFB Assistenz-Trainer Hansi Flick zum Motto der Nationalmannschaft) (9)

„Es war immer mein Traum, einmal da oben zu stehen und runterzuschauen. Wahnsinn!“ (Miroslav Klose) (10)

„Es ist nicht mein Ziel, Torschützenkönig zu werden. Es ist mein Ziel, Weltmeister zu werden.“ (Thomas Müller) (7)

“Es ist unglaublich. Auch die Leute, die nicht gespielt haben, haben so einen Zusammenhalt in die Mannschaft gebracht. Das ist der Grund, warum wir Weltmeister geworden sind. Wir haben ein paar Rückschläge einstecken müssen. Da muss man auch an die Spieler denken, die jetzt wegen Verletzungen nicht dabei waren. Die sind auch Weltmeister. Ganz Deutschland ist Weltmeister. Es geht nicht um mich, es geht um die Mannschaft. Wir werden irgendwann aufhören zu feiern. Aber wir werden jeden Tag mit einem Grinsen aufstehen.” (Manuel Neuer ) (11)

Wie bist Du selbst mental drauf?
„Sieger zweifeln nicht. Zweifler siegen nicht“ (Unbekannter Verfasser).
Stehst Du vor dem Spiel in der Kabine mit den Gedanken, „Das schaffe ich/wir nicht“? Was meinst Du, wie das Spiel laufen wird?
Glaubst Du an Dich und Deinen Erfolg? Bist Du davon überzeugt? Brennst Du dafür?
„Eine hohe Motivation hilft Dir bei Problemen und Hindernissen“ (4, S. 5).
Wenn ich als Trainer Begeisterung schaffen will, muss ich selbst begeistert sein. Wie will ich sonst meine Mannschaft inspirieren und mitreißen?
Haben Trainer und Spieler das Gefühl, kompetent zu sein, wie motiviert sind sie zum Sieg, sind die „Folgen des Erfolgs“ attraktiv?
Sind Spieler und Trainer bereit, Konsequenzen aus Erfolg oder Misserfolg des Spiels bei sich zu ziehen? Oder machen sie die Anderen und die Umstände zuständig und ziehen sich dadurch aus der Eigenverantwortung?
Wie gehen Spieler und Trainer damit um, vor einem entscheidenden Spiel zu stehen? Natürlich wollen Trainer und Spieler den Erfolg, den Pokal, Titel, was auch immer… Aber… Die Anforderungen scheinen hoch, der Ausgang ungewiss, der Termin steht fest, das Spiel wird einmalig und nicht wiederholbar sein…. Das erzeugt Druck. Und wie widerstehst Du dem Druck?
Bezüglich der Macht der Gedanken wird von mir zwischen 8. – 10.1.16 der nächste Blogartikel veröffentlicht. Diesen findest du dann hier: http.//www.judith-becherle.de/blog
Im heutigen Blog findest Du folgende Themen:
• 12 Gründe für mentales Training
• Oliver Kahn über Mentaltraining
• Mentaltraining für Sportler
• Wie du dein Ziel erreichst
• Reflexion der Vergangenheit,
• Planen der Zukunft,
• Was gibt es speziell für Sportler zu beachten?
• Ultimative Gründe, Mentaltraining durch Sporthypnose zu unterstützen

12 Gründe für mentales Training
• Erhöhung der Selbstwirksamkeitsüberzeugung
• Orientierung und klare Zielsetzung
• Visualisieren des Erfolges erhöht Leistungsfähigkeit des Körpers
• Hilft, sich selbst immer wieder neu zu motivieren, stabiler und belastbarer zu sein
• Macht mental stark gegen Ängste, Zweifel, Unsicherheiten
• Hilft, sich absolut konzentrieren und fokussieren zu können
• Im entscheidenden Augenblick das ganze Potential abrufen zu können
• Blockaden zu überwinden
• Hilft, sich schneller und besser nach Verletzungen zu regenieren
• Druck ohne Leistungseinbußen auszuhalten, ruhig und unabgelenkt durch Störfaktoren zu bleiben
• Bewegungsabläufe auch unter Druck abrufen zu können
• An Fehler und Niederlagen zu wachsen.
Wenn ich Dich noch nicht überzeugen konnte, schafft es vielleicht Antje Heimsoeth mit noch vielen weiteren Argumenten…?

Oliver Kahn über Mentaltraining
„Nicht jeder Sportler sieht für sich die Notwendigkeit mentalen Trainings. Aber jenen von uns, die dazu neigen, sich viele Gedanken zu machen, die oft reflektieren und mit Niederlagen hadern, all jenen rate ich, sich der Macht der Gedanken und inneren Einstellungen bewusst zu werden…. Je besser die eigene Vorbereitung, mental wie physisch auf ein Spiel ist, desto größer ist die Sicherheit mit der wir ins Spiel gehen. Dann haben Selbstzweifel und Ängste kaum eine Chance…Wie wir mit Fehlern und Niederlagen umgehen, wie wir Ziele verfolgen und Hindernisse überwinden – all das entscheidet über Erfolg oder Misserfolg….“ (1, S. 12/13).

Mentaltraining für Sportler
Menschliche Handlungen sind immer mit Gedanken und Gefühlen verknüpft. Heimsoeth zählt zu Mentaltraining alle Massnahmen zur psychischen Beeinflussung des Sportlers. Psychische Ressourcen und motorische Leistungen würden dadurch nachweislich verbessert.
Verschiedenste Methoden sind Grundlage für mentales Training. Auf mein Gebiet der Entspannungstechniken, speziell der Hypnose gehe ich am Ende des Artikels ein. Wie erfolgreich die verwendete Methode ist, hängt wie bei allen solchen Verfahren nicht nur von ihr selber, sondern zu einem sehr großen Teil von der Beziehung, dem Vertrauen zwischen Trainer/Sportler und dem Coach ab. Und von der Übernahme von Eigenverantwortung des Klienten zum regelmäßigen Anwenden des Mentaltrainings.
Oliver Kahn hat es erfolgreich angewendet, immer wieder bewusst und systematisch an seinem inneren Dialog gearbeitet, damit dieser für und nicht gegen ihn arbeitet. Was Kahn auch als anstrengend empfand. Aber seine Karriere spricht dafür… Die Kontrolle des inneren Dialogs ist der Schlüssel zum Erfolg. Christian Bischoff (Ex-Basketballbundesliga-spieler und –trainer) und Oliver Kahn stimmen mit den meisten Sportlern und Trainern überein, dass 50% des Erfolgs mental bedingt sind (1). Und dass nicht unbedingt die mit dem größten Talent erfolgreich werden, sondern die, die dranbleiben und (mental) durchhalten auf dem Weg zu ihrem Ziel.
Als Grundvoraussetzungen für mentales Training nennt Eberspächer u.a. Motivation, das Mentaltraining überhaupt anzuwenden und sich zu überlegen, welche Ziele möchte ich damit erreichen ? (2)
Um Mentaltraining als selbstverständlich zu betrachten, ist es am Besten, es automatisch in den Alltag zu integrieren, so wie das Zähneputzen. Das Beispiel eignet sich gleich dafür: putze Dir die Zähne doch mal mit der linken Hand, wenn Du Rechtshänder bist? Natürlich sind auch aufwendigere anspruchsvolle Übungen wichtig…

Wie du dein Ziel erreichst
Zielsetzung ist Basis für mentales Training. Wenn die Ziele des Sportlers mit den Ansichten des Trainers übereinstimmen, ist es natürlich optimal.
Die Frage ist:
Was möchte ich denn nach dem Training besser können? Es sind mehrere Ziele möglich.

Reflexion der Vergangenheit
Hilfreich ist zuerst schriftlich eine Reflexion auszuarbeiten:
• Wie verlief die letzte Saison?
• Welche Ziele wurden erreicht? Welche nicht?
• Welche Strategien haben dir dabei geholfen?
• Was benötigst du vielleicht noch, um deine Ziele zu erreichen?
• Anschließend setzt du dir neue Ziele und beziehst evtl. einen Experten ein. Der sieht noch andere Aspekte, kann die geschriebene Instruktion überprüfen und gegebenfalls korrigieren.

Planen der Zukunft
Ziele können mental am Besten wirken, wenn Du sie grundsätzlich nach den SMART-Regeln schriftlich formulierst:
Jedes Deiner Ziele solltest Du nach der SMART-Methode aufschreiben:
S = Specific (Spezifisch)
M = Measurable (Messbar)
A = Achievable (Erreichbar)
R = Realistic (Realistisch)
T = Time framed (Zeitrahmen)
Dein Ziel muss also zu allererst ganz konkret formuliert sein.
Ein individuelles Ziel wird viel eher erreicht als ein generelles.
Außerdem muss das Ziel messbar sein. Woher weisst du, ob Du Dein Ziel erreicht hast ? Was hat sich verändert? Setze genaue Kriterien, die Dir Deinen Fortschritt deutlich machen.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass das Ziel erreichbar und realistisch ist.
Schließlich musst du Dir einen Stichtag für Dein Ziel festlegen. Dem Ziel einen Zeitrahmen zu geben, sorgt für eine gewisse Dringlichkeit. Du schiebst das Ziel nicht länger auf sondern fängst sofort damit an.
Und jetzt bist Du dran!
Nimm ein Blatt Papier und schreibe Dein Ziel mit Hilfe der SMART-Methode auf. Außerdem sollte das Ziel in der 1. Person, positiv und im Präsens formuliert sein. Das Unterbewusstsein nimmt Sätze, die mit diesen “3 P’s” formuliert sind, am besten auf.
Platziere Dir im Alltag möglichst viele visuelle Erinnerungshilfen an Dein Ziel.
Schließe mit Dir einen Vertrag und lass ihn von Freunden als Zeugen unterzeichnen.
Nutze Selbsthypnose, Aktiv-Wach-Hypnose, Visualisierungen, Affirmationen etc..
Du solltest Dir gedanklich das Erleben der Zielerreichung mit allen Details immer wieder intensiv vorzustellen/visualisieren und wiederholen. Je öfter Du Dir das vorstellst, umso mehr stabile neuronale Vernetzungen werden in deinem Gehirn auf dem Weg zu Deinem Ziel gebildet.

Was gibt es speziell für Sportler zu beachten?
Wenn Du Dir Ziele setzt, beachte unbedingt den Zeitraum.
Setze dir vor Saisonbeginn ein zeitliches Endziel/Langzeitziel. Wo willst Du in mindestens 6 Monaten, maximal 3 Jahren sein?
Unterteile in Nahziele und mittelfristige Ziele für Training oder Spiel, mit Datum.
Beschreibe ebenfalls konkrete Handlungsziele, einzelne Schritte (siehe unten) auf dem Weg zum großen Ziel. Im Abstand von 4 Wochen bis max. 3 Monate.
Und dann mache die Schritte noch überschaubarer: Was musst Du in der nächsten Woche tun, um Dein erstes Teilziel zu erreichen?
Kontrolliere diese immer wieder schriftlich. Damit kannst Du Deinen Grad der Zielerreichung überprüfen und dich gleichzeitig motivieren durch Stolz auf die erreichten Fortschritte.
Wenn Du feststellst, dass du dich gar nicht auf dem Weg zum großen Ziel befindest, dann solltest Du immer wieder deine Schritte und Ziele anpassen und abändern.
Setzt Du Dir ein Ergebnisziel (Was will ich erreichen?). Z.B. Europameister werden ist quantitativ eindeutig messbar. Aber auch riskant, weil äußere Einflüsse dieses Ziel verhindern können (z.B. andere bessere Spieler/Mannschaft) und hoher Druck entstehen kann.
Besser sind Handlungsziele (Wie will ich mein großes Ziel erreichen?). Diese können Leistungen/Kriterien beinhalten und sind von äußeren Einflüssen unabhängig. Somit kann ein Handlungsziel erreicht werden, obwohl ein Ergebnisziel nicht erreicht wurde.
Überlege Dir Kriterien, an denen Du Deine Zielerreichung erkennen kannst (wie fühlt, hört es sich an, sieht es aus).
Vermeide die negative Wirkung von Vermeidungszielen (Weg von…) setze grundsätzlich positive motivierende Handlungsziele (Hin zu…).
Bei allen Zielentscheidungen schreibe Dir auf, welche Hindernisse Dir auf dem Weg zu deinem Ziel begegnen könnten und überlege Dir gleichzeitig Gegenmaßnahmen.
Deine Ziele müssen einen leichten Einstieg am Hier und Jetzt erlauben, wo Du Dich jetzt mit Deiner Mannschaft befindest. Analysiere zuerst die aktuelle Leistung. Danach überlege Dir (realistisch), welche Punkte Du verbessern möchtest und bis wann. Als einzelne Teilschritte, die dich dem großen Ziel näher bringen. …
Viele Sportler schwören laut Draksal auf „Erfolgsmonitoring“, eine Art Tagebuch abends vor dem schlafen. Unterschied zum Trainingstagebuch: Du notierst schriftlich Datum, Fortschritt des Tages und Frage das Tages und nimmst den gleichen Inhalt noch als Video auf.
Es geht nicht um Trainingsleistungen sondern um Einsichten, die Du gewonnen hast, Lerneffekte, AHA-Erlebnisse. Und eine aktuell offene Frage, deren beantworten Dich weiterbringt auf dem Weg zu Deinem Ziel. Im Schlaf arbeitet Dein Unterbewusstsein an der Frage weiter. (4)
Z.B. hast Du festgestellt, dass Du heute mit Technomusik im Ohr viel mehr Power beim Training hattest und überlegst Dir als Frage, welche Songs Du Dir zukünftig zum motivieren anhören möchtest, für Training aber auch für Pausen.
Apropos Musik: Wie wirken die „Chöre“ im Stadion auf Dich ? Die für Dich passende Musik kann unheimlich positiven Einfluss auf Deine Stimmung haben, sie genau wie Deine Leistung anheben, Herzfrequenz, Atmung und Muskelanspannung beeinflussen. In Studien wurde nachgewiesen, dass die arbeitende Muskulatur wesentlich mehr Sauerstoff bekommt. Du kannst auf Deine Motivations-Musik ja auch noch Deine eigenen Erfolgsaffirmationen aufsprechen? Probier es doch einfach mal aus.

Abschließend von mir als überzeugter Anwenderin von Hypnose noch einige

Ultimative Gründe, Sporthypnose einzusetzen
Antje Heimsoeth hält die Macht der Gedanken als einen der effektivsten Zugänge zur Psyche und einen der wichtigsten Ansätze in der praktischen Sportpsychologie und im Mentalcoaching. (1, S. 68) Doch wie kommen wir am Besten an unsere Gedanken ran und wandeln diese um? Von positiven Affirmationen war schon die Rede. Forschungsergebnisse weisen daraufhin, dass selbst gut trainierte Sportler nur einen der Teil der Leistungsfähigkeit abrufen können, zu der ihr Körper eigentlich in der Lage wäre (6). Ursache können z.B. Blockaden in unserem Unterbewusstsein sein. Selbsterfüllende (negative) Prophezeiungen, Ängste, Selbstzweifel, Unsicherheit. Diese basieren auf Lernerfahrungen, die man mit Hilfe der Hypnoanalyse ausfindig machen und auflösen kann und sollte (!). Die Grenzen des Mentaltrainings sind laut Draksal grundsätzlich dort erreicht, wo auch nach längerer Anwendung desselben nicht die erhoffte Wirkung eintritt, das ist in ca. 11% der Fälle zu beobachten (5). Hier hilft dann nur noch therapeutische Behandlung. Am schnellsten und effektivsten wieder die ursachenorientierte Behandlung wie Hypnoanalyse. „In der Praxis sieht es deshalb zunehmend so aus, dass therapeutische Methoden Einzug im „einfachen Mentaltraining“ halten und Methoden des Mentaltrainings in Therapien integriert werden“ (5, S. 15).

Spezielle Sporthypnose kann helfen,
• durch das Bewusstsein nicht ansteuerbare Leistungsreserven abzurufen,
• die Steuerung von Bewegungsabläufen im Gehirn zu optimieren,
• optimale Konzentration in der Wettkampfsituation zu erzeugen,
• Lampenfieber und Störgeräusche z.B. durch Fans auszublenden
• Teamgeist und Motivation der einzelnen Spieler und gesamten Mannschaft zu stärken. (6)
Sportler können durch regelmäßige Anwendung von (Selbst-) Hypnosetechniken oder Aktiv-Wach-Hypnose beachtliche Leistungssteigerungen erfahren. Aktiv-Wach-Hypnose ist im Sport, in der Musik, bei Führungskräften und grundsätzlich in Coaching und Therapie legendär. Bei der Aktiv-Wach-Hypnose nach Dr. Banyai findet die mentale Arbeit im Zustand körperlicher Aktivität (im Gegensatz zum sonst üblichen Entspannungs-zustand) statt. Der Sportler befindet sich hierbei in einem Zustand fokussierter Aufmerksamkeit, im „Flow“, der für Hochleistung, Lernen und Therapie genutzt werden kann. (6)
Schon gewusst? „Champions unterscheiden sich von Durchschnittssportlern v.a. durch ihre Fähigkeit zur Konzentration…“ (4, S. 5)
Zusätzlich zu den genannten Effekten der Sporthypnose dient Aktiv-Wach-Hypnose zum
• Aufbau primärer Motivation und Motivationssteigerung
• Mentalen Leistungssteigerung
• Automatisierung von Bewegungsabläufen (sich mühelos bewegen „wie in Trance“),
• schnellerer Überwindung von Leistungstiefs,
• verbesserter Regeneration nach Verletzungen und Krankheiten,
• kreativem Umgang mit Druck- und Belastungssituationen,
• leistungsfördernder Verarbeitung von Erfolg und Misserfolg.
So, nun liegt es an Dir… Konnte ich Dich motivieren? Zum Einsatz von Mentaltraining oder vielleicht sogar Hypnose? Dich weiter zu informieren?
Ich wünsche Dir ein mega erfolgreiches Jahr 2016! The Winner is: YOU !
Für Fragen und für meine nächsten Artikel über die Macht der Gedanken, Selbstvertrauen, Interview mit Ex-Siegerin bei Ironman, Stressbewältigung, Burnoutprophylaxe, Persönlichkeitsentwicklung etc. erreichst Du mich wieder hier im Blog.

Literaturverzeichnis:
1 Antje Heimsoeth: Sportmentaltraining, Pietschverlag, 2015
2 Hans Eberspächer: Gut sein, wenns drauf ankommt, Carl Hanser Verlag, 3. Aufl. 2011
3 Michael Draksal: Mit mentaler Wettkampfvorbereitung zum Erfolg: Das große Handbuch für Sportler, Übungsleiter und Trainer. Draksal Fachverlag, 2011
4 Michael Draksal: Mit mentaler Wettkampfvorbereitung zum Erfolg: Das Trainingsprogramm für alle Sportler, Draksal Fachverlag, 2012
5 Michael Draksal, Claudia Bender: Das Lexikon der Mentaltechniken: Die besten Methoden von A-Z, Draksal Fachverlag, 2010
6 www.hypnoseausbildung-seminar.de
7 http://www.fussballzitate.com/news/zitate-und-sprueche-der-fussball-wm-2014
8 http://www.wm2014-infos.de/die-besten-zitate-der-wm-2014/
9 http://www.derwesten.de/sport/fussball/wm/das-sind-die-besten-sprueche-der-fussball- wm-in-brasilien-id9582355.html
10 http://gruene-zitate.de/sprueche-fussball-wm-2014/
11 http://autorevue.at/fussball/sprueche-zur-fussball-wm-2014