Die Macht Deiner Gedanken beim Umgang mit Stress, Problemen, Sorgen, Rückschlägen

Im Kopf entscheidet sich, wie wir mit Stress, Problemen, Sorgen, Niederlagen und Rückschlägen umgehen. Unsere Gedanken haben eine enorme Macht….wenn wir sie ihnen geben…. Wieviel und welche Macht gibst Du Deinen negativen Gedanken? Ist Dir das bewusst? V.a., wenn das Leben es anscheinend mal wieder nicht gut mit Dir gemeint, Dich ziemlich gebeutelt und umgeworfen hat?

Wie reagierst Du bei Schwierigkeiten, Tragödien, Krisen, Rückschlägen? Als kleines Kind lernen wir laufen, fallen anfangs ständig hin, denken aber nicht darüber nach, sondern stehen einfach auf und laufen weiter. Wir haben noch das absolute Vertrauen in uns selbst. Und wie ist es später mit Schwierigkeiten? Wenn wir älter geworden sind und unsere Lebenserfahrungen gemacht haben?

Während die Einen liegenbleiben, die Flinte ins Korn werfen, in Selbstmitleid versinken und sich alles sehr zu Herzen nehmen, stehen andere auf, klopfen den Staub aus den Klamotten und machen weiter… anders, besser….

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Die meisten Menschen erfahren in ihrem Leben mindestens eine Tragödie oder einen schweren Rückschlag.

Gerade heute habe ich mich ziemlich lange mit einer Freundin unterhalten und mir wurde mal wieder bewusst, wie oft ich meinen Schutzengel schon strapaziert habe und was ich eigentlich für eine mentale Stärke ausgebildet habe aufgrund meiner teilweise lebensbedrohlichen Erfahrungen. Auslöser war unsere Unterhaltung über meinen nächste Woche bevorstehenden Vortrag zu mentaler Stärke. Wir kamen auf Sully, den Pilot, dem damals die Notlandung im Hudson River mit einer unglaublichen Nervenstärke gelang. Ich hatte mir aus diesem Anlass die ganzen vorhandenen Videos und Interviews angesehen. Und das Beste… er fliegt immer noch, zumindest privat! Und ganz viele Passagiere damals sind inzwischen auch wieder geflogen.

Oder schau Dir die Shaolinmönche an… wie kann man eine Eisenstange auf den Kopf schlagen, so dass der Kopf ohne Schäden bleibt, aber die Eisenstange zerbricht???!!! Kannst Du Deine Energie so auf eine Stelle fokussieren? Ich kann es nicht. Aber Du siehst, mentale Stärke kann man lernen. Es muss ja nicht die Eisenstange auf dem Kopf oder die Speerspitze im Hals sein. Aber wer wünscht sich nicht einen souveräneren Umgang mit schwierigen Lebenssituationen?

Ja, ich gebe es zu. Ich kann ziemlich souverän sein, in schwierigen Gruppen zum Beispiel, wo Andere am Liebsten davonlaufen würden, da kann ich zur Höchstform auflaufen, weil ich weiss, ich lasse mir das nicht gefallen und lasse mir die Führung nicht nehmen und die Gruppe zerstören. Oder wenn ein Klient vor Angst anfängt, zu hyperventilieren. Kein Problem, ich bleibe ruhig und er wird wieder ruhig. Und es passiert, wenn er mich kennt und mir vertraut, nie wieder. Aber es gibt manchmal ziemlich harmlose Situationen, da kann man auch mich „kleinkriegen“… Zum Glück oder komischerweise nur in privaten Kontakten, wenn ich das Gefühl habe, da hält mich jemand für unfähig, unerfahren, schwach, wertschätzt mich nicht , gibt sich viel  fähiger, stärker, erfahrener… obwohl derjenige und ich genau wissen, dass ich mindestens das gleiche Potential habe. Das ist noch meine „Trainingsaufgabe“, meine Lektion, die ich noch lernen soll ;-)… Ich ärgere mich hinterher über mich selber, weil ich merke, das war nicht ICH. Das war mein kleines Kind. Wieso eigentlich ;-)?

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Du hast die Wahl, an der Herausforderung wachsen oder den Kopf in den Sand stecken.

Viele reagieren bei Rückschlägen/Tiefschlägen mit Depression und Verunsicherung und sind nicht in der Lage, sich eine positive Zukunft vorzustellen. Je nachdem, wie tief man in Selbstmitleid versinkt, so lange wird es dauern, aus diesem zeitlich begrenzten Tief wieder herauszukommen. Je mehr die Betroffenen schaffen, den Fokus auf das Positive zu richten und dafür aktiv zu werden, umso schneller werden sie wieder in den Ausgangszustand zurückkehren können.

Unsere mentale Stärke und Resilienz steigern wir, indem wir negative Verhaltens- und Denkmuster ablegen, wie z.B. in Selbstmitleid zu versinken, sofortige Erfolge zu erwarten oder das Alleinsein zu fürchten. Freuen wir uns stattdessen auf Veränderungen, besiegen wir unsere Ängste, werden wir glücklich und erfolgreich!“
Amy Morin

Stress, Angst und Unsicherheit beeinträchtigen dagegen unsere Leistung und führen zum scheitern von Vorhaben.

Wenn unsere Gedanken um Probleme und Schwierigkeiten kreisen, entzieht uns das enorm viel Energie. Denn jeder Gedanke ist Energie. Und Gefühle sind im Körper umgesetzte Gedanken. Leidvolle Gefühle und Ängste schwächen uns. Trüben unser Lebensgefühl. Ich sehe ganz viel Klienten, die dadurch Depressionen entwickeln. Ja, das Leben enthält manchmal ziemlich viele Herausforderungen, kaum ist Eine überstanden, steht schon die Nächste vor der Tür.

Umso wichtiger ist es für unser Lebensgefühl,  in diesen Phasen, so hart sie sein mögen, den Fokus bewusst auch mal auf das zu lenken, was funktioniert, was schön ist, worüber wir uns freuen können, dass es da ist. Es zu schätzen und dankbar zu sein, egal wie selbstverständlich oder nichtig es uns erscheint.

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  • Es muss kein Reichtum, keine große Party oder Aktion sein, es kann auch nur einfach das In-den-Arm-nehmen durch den Partner/die Partnerin, das lächeln eines Unbekannten auf der Strasse oder eine besonders freundliche Bedienung sein.
  • Einfach eine Auszeit von den Sorgen und Belastungen nehmen.
  • Den Stresspegel mal absinken lassen. Unser Körper wird es uns danken. Unsere Nerven auch. Und letztendlich wir uns selber.
  • Es kann durch Meditation sein.
  • Es geht auch mit dem Erfolgstagebuch, wo wir uns bewusst schriftlich festhalten, was wir in unserem Leben schon alles erreicht und gemeistert haben.
  • Oder mit dem Positivtagebuch, wo wir jeden Abend 3 positive Dinge, für die wir heute dankbar sein können, festhalten. Vor dem schlafengehen wirken diese Aspekte besonders gut im Unterbewusstsein.
  • Nur allein durch den Auftrag, Positives zu suchen und zu finden, ändert sich Dein Fokus. Meine Klienten sind auch immer wieder überrascht und erfreut. Probier es mal aus.
  • Oder die Übung von Vera Birkenbiehl, sich täglich 60 Sekunden im Spiegel anzulächeln.
  • Vertiefend empfehle ich Dir auch meine Blogartikel. Klicke hier und hier

Wenn Dich noch mehr zu dem Thema interessiert, besuche meinen Vortrag am 16.9.16 in der VHS Biberach Riss beim Kulturparcour zum Thema „Das Geheimnis mentaler Stärke“. Oder mein Seminar zu Resilienz in der gleichen Örtlichkeit am 28.10.16.

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Deine Judith Becherle

P.S. Im November kommt ein Film über den Piloten Sully mit Tom Hanks in der Hauptrolle in die deutschen Kinos